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Bern lästige Pflicht für VfB: «Wollen gewinnen»

Bern - Für den stark abstiegsbedrohten VfB Stuttgart ist es nur eine lästige Pflichtaufgabe, die ganze Konzentration gilt dem Klassenerhalt. Die Schwaben haben sich bereits souverän und unerwartet locker für die nächste Runde der Europa League qualifiziert.

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Somit stört die Gruppenpartie bei Young Boys Bern eher die Vorbereitung auf das Schlüsselspiel in der Fußball- Bundesliga gegen 1899 Hoffenheim. «Hoffenheim ist absolut präsent», räumte VfB-Trainer Jens Keller ohne Umschweife ein, dass beim Tabellenvorletzten das brisante Landesderby drei Tage später absolute Priorität genießt. «Da reicht ein Blick auf die Tabelle.»

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Stuttgarts Trainer Jens Keller beäugt kritisch das Training seiner Männer.

Folgerichtig erspart Keller einem halben Dutzend stark strapazierter Stammspieler die Reise in die Schweiz. Kapitän Matthieu Delpierre, Christian Träsch, Serdar Tasci, Cacau, Timo Gebhart und Torhüter Sven Ulreich sollen sich lieber zu Hause optimal auf den Abstiegskampf vorbereiten können. Ein weiteres sonst gesetztes Sextett fliegt zwar mit nach Bern, steht aber nur für den Notfall bereit.

Aber auch mit einer B-Elf will Stuttgart beim Vierten der Schweizer Super League seine bislang makellose Bilanz in der Europa League ausbauen. «Ich will immer gewinnen. Kein Ergebnis ist zweitrangig», kündigte Keller einen beherzten Kampf und vollen Einsatz des Spitzenreiters auf dem ungewohnten Kunstrasen im Stade de Suisse Wankdorf Bern an, nachdem der VfB bereits im Hinspiel einen klaren 3:0-Sieg gefeiert hatte. «Wir wollen die Gruppe als Spitzenreiter abschließen», sagte der Trainer.

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Keller wehrt sich vehement gegen die Einschätzung, in Bern nur die zweite Reihe aufzubieten. «Wir haben im Kader keine zweite Reihe. Jeder hat seine Bedeutung», betonte der 40-Jährige. «Zweite Reihe hört sich abwertend an.» Diese Partie böte jenen Profis eine Chance, die nicht so viel Spielpraxis hätten. «Ich erwarte von jedem, dass er Vollgas gibt.» Trotz aller Wertschätzung für die faktische B- Formation ließ Keller anklingen, dass gegen Hoffenheim wohl kaum einer den Sprung in die Startelf schaffen wird.

Möglicherweise nutzt der Trainer diesen «Test» auch für diverse taktische Versuche. «Ich mache das von den Spielern abhängig. Eventuell ändere ich das System», sagte er. Als sicher gilt, dass Keller eine komplett neue Mittelfeldreihe nominieren wird. Weil Cacau geschont und Ciprian Marica auch in der Europa League gesperrt ist, werden wohl Pawel Pogrebnjak und Martin Harnik das neue Angriffsduo bilden. In der Vierer-Abwehrkette stehen in Georg Niedermeier und Cristian Molinaro immerhin zwei Stammkräfte. Ersatzkeeper Marc Ziegler kommt nach seiner Rückkehr zum VfB erstmals zum Einsatz.

An Young Boys Bern schätzt Keller «das schnelle Spiel mit wenig Kontakten». Es sei eine spielerisch gute Mannschaft. «Riesenvorteil» der Schweizer sei indes der Kunstrasen: «Die sind das gewöhnt.»

dpa

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