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Viel Stress für nichts: VfB-Frust nach Schneechaos

Bern - Erst um vier Uhr morgens kamen die Spieler des VfB Stuttgart nach dem Schneechaos von Bern wieder nach Hause. Diese denkwürdige Europa-League-Reise brachte dem kriselnden VfB nur noch mehr Frust statt neuem Selbstvertrauen.

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Binnen vier Minuten verspielte die Mannschaft bei ihrer 2:4-Niederlage bei den Young Boys eine 2:1-Führung. Und dann kostete dieser Trip auch noch mehr Zeit und Kraft als ohnehin schon befürchtet: Die Stuttgarter mussten ihre Rückreise mit dem Bus antreten, da der Flughafen der Schweizer Hauptstadt nach den starken Schneefällen gesperrt war und der VfB sein Mannschaftshotel bereits verlassen hatte. Fünf Stunden dauerte die Fahrt über die winterlichen Straßen. Am Ende stand die Erkenntnis: Viel Stress für nichts.

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Der Stuttgarter Ermin Bicakcic (l) ist vor Emmanuel Mayuka am Ball.

Trainer Jens Keller ärgerte das maßlos. «Wenn man sieht, welche Aussetzer der ein oder andere hat, ist das schon sehr bedauerlich. Das hat mit Profi-Fußball nicht viel zu tun», schimpfte er. Keller spielte auf die vier Gegentore durch David Degen (35.), Scott Sutter (78.) und Emmanuel Mayuka (81. und 82. Minute) an, die der VfB rund um die eigenen Treffer von Pawel Pogrebnjak (48.) und Sven Schipplock (68.) kassierte. Es war das erste Mal, dass er seine Mannschaft in dieser Deutlichkeit an den Pranger stellte.

Die Stuttgarter hätten es sich nach diesem Spiel einfacher machen können. Sie hätten auf den vorzeitigen Gruppensieg in der Europa League verweisen können, den sie trotz der ersten Niederlage im fünften Vorrunden-Spiel mit nach Hause nahmen. Sie hätten auch über die vielen daheimgebliebenen Stammspieler oder die nahezu irregulären Bodenverhältnisse im Berner Schneegestöber reden können, auf denen es sich besser Ski fahren als Fußball spielen ließ.

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Aber langsam raubt die Unbeständigkeit und Anfälligkeit dieser Mannschaft jedem beim VfB den letzten Nerv. «Wir haben die Schnauze voll», sangen einige Fans nach dem Spiel. Und auch Ersatz-Kapitän Georg Niedermeier war hörbar angefressen. «Natürlich haben wir heute eine Mannschaft gesehen, die sonst in dieser Besetzung nur selten spielt», meinte er. «Aber drei Tore in vier Minuten zu kriegen, wird auch in der Liga bestraft. Das kann so einfach nicht weitergehen.»

dpa

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