Donnerstag, 26. April 2007 / 22:51 Uhr
Barcelona - Nach einer enttäuschenden Vorstellung benötigt der SV Werder Bremen schon ein Fußball-Wunder, um doch noch ins Endspiel des UEFA-Pokals einzuziehen.
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Der Tabellen-Zweite der Bundesliga verlor überraschend klar mit 0:3 (0:1) bei Espanyol Barcelona und nimmt damit eine schwere Hypothek mit ins Halbfinal-Rückspiel in einer Woche im heimischen Weserstadion.
Werder-Torwart Wiese (r) ist gegen den Kopfball von Barcelonas Moises machtlos.
Vor 37 000 Zuschauern besiegelten Moises Hurtado (20.), Walter Pandiani (50.) mit seinem elften Tor im laufenden Wettbewerb und Coro (87.) die erste Niederlage der Bremer nach zwölf Pflichtspielen. In der 58. Minute sah Werder-Torhüter Tim Wiese wegen einer Notbremse gegen Espanyols Kapitän Raul Tamudo die Rote Karte und muss im zweiten Duell gegen die Katalanen zuschauen. Dann wird auch der gelb- gesperrte Clemens Fritz passen müssen.
«Wer UEFA-Cup-Sieger werden will, darf nicht solche Fehler machen. 3:0 ist schon sehr hoch, da brauchen wir ein Riesenwunder. Mit so einer Leistung wie heute schaffen wir das auf keinen Fall», sagte Torsten Frings verärgert über die vertane Chance, in Barcelona den Grundstein für die Reise nach Glasgow zu legen. «Vor dem 1:0 haben wir naiv agiert. So etwas darf nicht passieren. Jetzt muss schon eine außergewöhnliche Leistung her, um noch weiterzukommen», bilanzierte Trainer Thomas Schaaf die 90 enttäuschenden Minuten.
Ausgerechnet die Abwehr, in den vergangenen Wochen Werders Prunkstück, war im Olympiastadion drei Mal nicht im Bilde. Aber auch im Spiel nach vorne fanden die Bremer keine Mittel, um das engmaschige Bollwerk des UEFA-Cup-Finalisten von 1988 zu knacken. Mit kompromisslosem Einsatz kaufte der Tabellen-Zehnte der Primera Division, der auf dem Weg in die Vorschlussrunde noch kein Spiel verlor, den zu unentschlossen wirkenden Norddeutschen den Schneid ab.
Da sich Ballzauberer Diego häufig gleich mehreren Gegenspielern gegenüber sah und immer wieder hart attackiert wurde, war vom stärksten Angriff der Bundesliga wenig zu sehen. Miroslav Klose, um dessen Zukunft es im Vorfeld des Spiels heftige Spekulationen gegeben hatte und der auch vom FC Barcelona umworben wird, konnte sich ebenso wenig in Szene setzen wie sein Nebenmann Aaron Hunt. Eine Viertelstunde vor Schluss holte Schaaf den schwachen Klose vom Feld und ersetzte ihn durch Hugo Almeida.
Nachdem die Bremer die Partie 20 Minuten lang recht gut im Griff hatten, gerieten sie durch eine der gefürchteten Standardsituationen Espanyols, vor denen Thomas Schaaf seine Spieler eindringlich gewarnt hatte, in Rückstand. Nach einem kurz ausgeführten Eckball von Ivan de la Pena ließ Hunt Rufete ungehindert flanken und der freistehende Hurtado köpfte unhaltbar für Tim Wiese zum 1:0 ein.
Das Gegentor brachte die Bremer sichtlich aus dem Konzept. Indiz für die Verunsicherung war eine verunglückte Rückgabe von Patrick Owomoyela, die Wiese zur Kopfball-Abwehr kurz vor der Torlinie zwang. Mit einer Scheibenwischer-Bewegung in Richtung seines Teamkollegen machte der Schlussmann seinem Unmut Luft. Die Hanseaten mussten vor der Pause sogar einen höheren Rückstand fürchten. In der 42. Minute entschärfte Wiese einen Distanzschuss von Jesus Maria Lacruz mit beiden Fäusten.
Fünf Minuten nach Wiederbeginn war erneut eine Ecke von de la Pena Ausgangspunkt des zweiten Espanyol-Tores. Der von der Werder-Abwehr nicht energisch genug bewachte Uruguayer Pandiani stieg am höchsten und fälschte den Ball mit dem Kopf zum 2:0 ab. Der Platzverweis für Wiese war nur wenig später der nächste Schock für den Bundesliga- Zweiten, der sich erfolglos um den Anschluss bemühte. Andreas Reinke ging anschließend zwischen die Pfosten und konnte sich in der Schlussphase über mangelnde Beschäftigung ebenfalls nicht beklagen und kassierte drei Minuten vor dem Ende den dritten Gegentreffer.
dpa
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Die Finalniederlage der EM ist langsam verdaut...also kucken wir mal auf die neue Saison
Jürgen Wegmann: Zuerst hatten wir kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu.
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