Freitag, 27. April 2007 / 12:17 Uhr
Madrid - Titelverteidiger FC Sevilla erlebte im Kampf um den erneuten Einzug in das UEFA-Cup-Endspiel eine böse Überraschung und musste nach dem unerwarteten 0:1-Rückschlag bei CA Osasuna kritische Kommentare über sich ergehen lassen.
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«Der Meister ist angeschlagen», urteilte die Zeitung «El Mundo», zumal der Tabellenzweite der Primera División mit dem Ex-Stuttgarter Andreas Hinkel in dieser Partie nicht wiederzuerkennen war. Angesichts Sevillas schwacher Leistung war der Sieg der Gastgeber durch Roberto Soldados Kopfballtor in der 55. Minute mehr als gerechtfertigt. «Der FC Sevilla kann sogar noch von Glück sprechen, denn die Niederlage hätte weitaus höher ausfallen können», meinte das Fachblatt «Sport».
Roberto Soldado wird nach seinem Tor gefeiert.
Selbst Sevillas Trainer Juande Ramos musste eingestehen: «Wir haben in keinem Augenblick zu unserem Spiel gefunden.» Tatsächlich spielten die Andalusier in der ersten Halbzeit keine einzige Torchance heraus, Stars wie Kanouté, Navas oder Adriano wirkten über die gesamte Partie wie gelähmt. «Sie machten den Eindruck, an Händen und Füßen gefesselt zu sein», befand «As». Und «El País» befand: «Dem FC Sevilla steckte die Angst in den Gliedern.»
Für Verwirrung sorgte Schiedsrichter Eric Braamhaar, der in der 66. Minute plötzlich das Spielfeld verließ. Der Niederländer erlitt einen Muskelfaserriss im Oberschenkel und musste ersetzt werden. «Wir haben mit so viel Druck gespielt, dass selbst der Unparteiische aufgeben musste», scherzte Osasunas Angreifer Savo Milosevic. Das Halbfinal-Rückspiel findet am 03. Mai in Sevilla statt.
dpa
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