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Real als Favorit in «Klassiker»

Madrid - Vom Außenseiter zum Favoriten im «Klassiker-Marathon»: Den Kampf um die spanische Meisterschaft hat Real Madrid praktisch verloren, ins Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona gehen die «Königlichen» aber mit gestärktem Selbstvertrauen.

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Vier Tage vor dem Hinspiel in der «Königsklasse» und drei Tage nach dem Pokalsieg gegen den Rivalen feierte Real mit einer B-Elf ohne die Deutschen Mesut Özil und Sami Khedira ein Torfestival. Real gewann beim Tabellendritten FC Valencia 6:3 (4:0) und hat nun bei der Neuauflage des «Clásico» alle Trümpfe in der Hand.

Favorit

Foto: dpa Bild vergrößern

Jose Mourinho hat beste Chancen mit Real den nächsten «Klassiker» zu gewinnen.

«Wir wissen, dass alles gegen uns spricht», räumte Barça-Trainer Josep Guardiola ein. «Kaum jemand wird auf uns setzen.» Die Katalanen bezwangen CA Osasuna mit 2:0 (1:0) und wahrten fünf Spieltage vor Saisonende ihren Acht-Punkte-Vorsprung vor Real.

Das Schützenfest der Madrilenen in Valencia stellt Trainer José Mourinho vor die Qual der Wahl. Der brasilianische Weltstar Kaká, der von Özil in die Rolle eines Edelreservisten zurückgedrängt worden war, präsentierte sich in Weltklasseform und erzielte zwei Treffer (39./62. Minute). Der Argentinier Gonzalo Higuaín, nach langer Verletzungspause ebenfalls nur zweite Wahl, empfahl sich mit einem Dreierpack (31./42./53.). Der Franzose Karim Benzema erzielte ebenfalls ein Tor (23.) und könnte Özils Position als verkappter Mittelstürmer gefährden.

Der Ex-Bremer war von Mourinho - ebenso wie Cristiano Ronaldo und Xabi Alonso - zur Schonung auf der Bank belassen worden. Khedira fehlte verletzungsbedingt und wird auch beim «Klassiker» am Mittwoch nicht dabei sein, Özil hofft auf seine Rückkehr in die Stammelf.

Die Valencianer hatten vor dem Anpfiff nach spanischer Tradition zur Ehrung des frischgekürten Pokalsiegers Spalier gestanden. «Das Spalier behielten sie dann auch in den ersten 60 Minuten des Spiels bei», schimpfte Trainer Unai Emery über die desolate Abwehr seines Teams. Noch nie in der 76-jährigen Geschichte der Primera División hatte der FC Valencia im eigenen Stadion sechs Gegentreffer kassiert.

Während Real in Hochform ist, läuft bei Barça wenig zusammen. Gegen den Abstiegskandidaten Osasuna zeigten die Blauroten eines ihrer schwächsten Spiele der Saison. Weltmeister David Villa (23.) brachte Barça in Führung und überwand damit seine Durststrecke von elf Spielen ohne Torerfolg. Dem eingewechselten Lionel Messi (87.) gelang erst in der Schlussphase die Entscheidung. Der Weltfußballer des Jahres 2010 markierte sein 50. Saisontor und stellte einen Rekord in Spanien auf. Ferenc Puskas hatte 1959/60 für Real Madrid 49 Treffer erzielt.

dpa

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