Freitag, 20. Juli 2007 / 11:24 Uhr
München - Nach den Groß-Investitionen für das neue Starensemble befürchtet Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der in drei Wochen beginnenden Bundesliga-Saison eine Anti-Bayern-Stimmung.
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«Speziell auswärts wird gegen uns extrem engagiert zu Werke gegangen werden. Da wird fast ein bisschen Hassstimmung gegen uns aufkommen, die schon jetzt von Teilen der Boulevard-Presse geschürt wird: Der große FC Bayern wird als unschlagbar hingestellt, den es zu besiegen gilt. Ich hoffe, dass die Dinge nicht überdreht werden», sagte der Vorstandschef des deutschen Fußball-Rekordmeisters im «kicker Sonderheft».
Karl-Heinz Rummenigge lächelt während einer Pressekonferenz in München.
In einem Doppel-Interview mit Stuttgarts Sportdirektor Horst Heldt forderte Rummenigge auch die Bundesliga-Konkurrenz zu mehr Investitionen auf. «Wenn wir international wieder wettbewerbsfähig werden wollen, brauchen wir mehr Spieler der Kategorie Ribéry und Toni. Nur so kann man eine Liga kreieren, die mehr Geld aus dem TV-Topf erhält», sagte Rummenigge. Die Bayern waren in diesem Jahr von der bisherigen Transferpolitik abgewichen. «Es wird interessant, wie die neue Bayern-Philosophie wirkt. Hat sie Erfolg, nimmt der Druck auf die anderen Clubs zu, einen Transfer in einer anderen Größenordnung zu machen. Ist das System FC Bayern nicht erfolgreich, haben wir ein Problem.»
Heldt sprach sich gegen die Möglichkeit der Übernahme von Clubs durch ausländische Groß-Investoren aus. «Die Mehrheit sollte beim Verein bleiben. Ich halte es für nicht gut, wenn ein US-Millionär über einen Verein hier entscheidet», betonte Heldt und Rummenigge ergänzte: «Welche Interessen haben die Glazers und Abramowitschs? Sie sind doch keine Freunde des Fußballs, sie machen das Invest nicht für Chelsea oder ManU. Ich würde da gerne zehn Jahre in die Zukunft schauen: Sind die dann noch da?», sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern. «Ich verweigere mich keinen Neuerungen, aber wir brauchen klarere Regularien, als es sie zurzeit in England und Italien gibt.»
dpa
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