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Freude bei Werder: Kein Kreuzbandriss bei Frings

Bremen - Dem ersten Schock folgte die große Erleichterung: Eine zweite Untersuchung von Torsten Frings hat bei Werder Bremen und bei Bundestrainer Joachim Löw große Freude ausgelöst.

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Der Fußball- Nationalspieler hat entgegen einer ersten Diagnose doch keinen Kreuzbandriss erlitten und muss nicht wie befürchtet sechs Monate pausieren. Das ergab eine Untersuchung durch Kniespezialist Heinz-Jürgen Eichhorn in Straubing. Frings hat sich demnach beim Testspiel in Paderborn lediglich eine leichte Schädigung des Innen- sowie des Kreuzbandes im rechten Knie zugezogen. Wahrscheinlich ist keine Operation notwendig. Frings wird bei konsequenter Ruhigstellung des Knies im besten Fall nur sechs Wochen im Mannschaftstraining fehlen.

Verletzt

Torsten Frings musste nach dem Spiel gegen Paderborn ins Krankenhaus.

«Ich bin total erleichtert über diese neuen Ergebnisse», sagte Frings. «Es ist zwar immer noch extrem ärgerlich, dass ich in dieser Phase verletzt bin, aber wenn nichts gerissen ist, kann ich die Mannschaft in absehbarer Zeit wieder unterstützen», sagte er. Noch am Morgen musste Frings eine halbjährige Pause befürchten.

Freude herrschte auch bei den Bremer Verantwortlichen. «Nachdem wir schon die schlimmsten Befürchtungen hatten und alle Anzeichen auf einen Kreuzbandriss hindeuteten, ist das natürlich eine höchsterfreuliche Meldung», kommentierte Manager Klaus Allofs. «Sein zwischenzeitlicher Verlust für die Mannschaft ist zwar immer noch schwerwiegend, aber so stellt sich die Sache natürlich ganz anders da.» Frings verpasst einige Punktspiele im August und die Qualifikationspartien für die Champions League.

«Das ist doch endlich mal etwas Erfreuliches, damit wurden wir ja in den vergangenen Tagen nicht so verwöhnt», sagte Trainer Thomas Schaaf. «Ich freue mich für Torsten und uns alle, dass sich die Verletzung nicht so schwerwiegend darstellt.»

Ähnlich sah es Bundestrainer Joachim Löw. «Es herrscht auf jeden Fall eine große Erleichterung. Torsten Frings ist ein enorm wichtiger Spieler, auch für uns», sagte Löw. «Im ersten Moment, als Torsten mich auf dem Weg ins Krankenhaus angerufen hat, war das schon erschütternd. Das Allerwichtigste ist, dass er keine längere Pause einlegen muss.» Frings wird nun wohl das Test-Länderspiel gegen England und als einzige Pflichtpartie das EM-Qualifikationsspiel gegen Wales am 8. September in Cardiff verpassen. In den folgenden wichtigen Duellen auf dem Weg zur EM am 13. Oktober in Irland und 17. Oktober gegen Tschechien könnte er schon wieder mitwirken.

Werders Mittelfeld-Motor hatte die Verletzung beim 1:2 im Testspiel beim Zweitligisten SC Paderborn. «Wir hatten Einwurf, ich habe den Ball angenommen, mich gedreht und bin im Rasen hängen geblieben. Ich habe sofort gespürt, dass etwas passiert ist, bin dann noch ein paar Schritte gelaufen und habe den Ball ins Aus gespielt. Ich wusste, das war's», beschrieb Frings die Situation in der 39. Minute. Eine in Bremen durchgeführte Kernspintomographie schien die schlimme Diagnose zunächst zu bestätigen.

Entwarnung gab es dann durch den Kniespezialisten Eichhorn, der Frings bereits bei dessen Kreuzbandriss im Juli 2003 am anderen Knie operiert hatte. Damals war für Frings das Fußball-Jahr beendet. Er kehrte erst zum Bundesliga-Rückrundenauftakt im Januar 2004 in das Team seines damaligen Arbeitgebers Borussia Dortmund zurück.

dpa

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