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Trauer im Milliardärsparadies: Monaco abgestiegen

Paris - Fußball-Trauer im Milliardärs-Paradies: Frankreichs Traditionsclub AS Monaco ist erstmals nach 35 Jahren wieder in die 2. Liga abgestiegen. Ein 0:2 daheim gegen Olympique Lyon besiegelte das Schicksal des siebenmaligen Meisters.

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Die Konkurrenz leidet mit: «Ein Mythos wie Monaco in der Ligue 2 ist bizarr. Hoffe, dass sie schnell wiederaufsteigen», so Lyon-Profi Anthony Réveillère. Der Absturz des Vereins, bei dem früher unter anderen auch Jürgen Klinsmann und Oliver Bierhoff kickten, hat Gründe: 2003 konnte ein Zwangsabstieg aufgrund von 50 Millionen Euro Schulden noch in letzter Sekunde rückgängig gemacht werden. Doch dann begann die sportliche und finanzielle Misswirtschaft richtig: In sechs Jahren gaben sich vier Clubpräsidenten und sechs Trainer die Klinke in die Hand.

In der Ligue 2 wird der Club nun nach Meinung vieler sogar um seinen Fortbestand kämpfen. Ins Stade Louis II kamen zuletzt im Schnitt nicht einmal 9000 Fans. Der Etat, zuletzt auf 47 Millionen Euro reduziert, wird sicher eine weitere drastische Kürzung erfahren.

Eine Abwanderung der Leistungsträger scheint unvermeidlich. Nationaltorwart und Teamkapitän Stéphane Ruffier nahm nach dem Spiel keine Rücksicht auf das Leiden der Fans um Prinz Albert: «Für mich ist es lebenswichtig, dass ich nächste Saison in der 1. Liga spiele.»

dpa

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