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England stolpert - Ribéry schwach - Italien stark

Berlin - Italien unaufhaltsam, Frankreich unzufrieden, England unkonzentriert: Während die «Squadra Azzurra» weiter mit Siebenmeilenstiefeln in Richtung EM 2012 marschiert, sind die «Équipe tricolore» und «Three Lions» ins Stolpern geraten.

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England mühte sich am Samstag zu einem 2:2 gegen aufmüpfige Schweizer und kam in der EM- Qualifikation wie auch die Franzosen in Weißrussland (1:1) nicht über einen Punkt hinaus. Dennoch gehen beide Nationen ebenso wie Italien, das Estland 3:0 bezwang, als Tabellenführer in die Sommerpause.

Versteinert

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Berti Vogts hat erneut mit Aserbaidschan eine Niederlage hinnehmen müssen.

Für die Eidgenossen dürfte das Remis in Wembley dagegen das Aus in der EM-Qualifikation bedeuten. Trainer Ottmar Hitzfeld blüht damit das gleiche Schicksal wie seinem früheren Bayern-Schützling Lothar Matthäus, der als Coach von Bulgarien in Montenegro nur 1:1 spielte. Sowohl die Schweiz als auch Bulgarien haben bei noch drei ausstehenden Spielen in der Gruppe G sechs Punkte Rückstand auf Rang zwei.

Matthäus gibt die EM-Hoffnung trotzdem nicht auf. «Noch immer gibt es Chancen», sagte der deutsche Rekordnationalspieler in Podgorica. Auf die Frage nach seiner Zukunft antwortete er: «Das entscheidet der bulgarische Fußballverband. Ich würde in Bulgarien bleiben.»

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Solche Probleme haben die Franzosen nicht, und dennoch hagelte es Kritik, vor allem an Franck Ribéry. Das Fachblatt «L'Équipe» meinte am Sonntag: «Der Bayern-Spieler hat gegen Weißrussland bestätigt, dass er weit davon entfernt ist, für die französische Mannschaft in Zukunft unentbehrlich zu sein». Trainer Laurent Blanc nahm seinen Flügelflitzer in Schutz: «Man darf sich nicht auf ihn fixieren. Es gibt Fußballer, die ein Spiel allein gewinnen können, und er gehört dazu.» Ribéry wartet seit nunmehr 15 Länderspielen auf ein Tor.

Die Franzosen, die die Revanche für die bittere 0:1-Heimschlappe im Hinspiel verpassten, bleiben mit 13 Punkten Gruppenerster vor den vom Deutschen Bernd Stange trainierten Weißrussen (9). Dahinter folgen punktgleich Rumänien und Albanien (8), Bosnien ist Fünfter (7).

Italiens Fußballer sorgten zumindest kurzzeitig für erfreuliche Ablenkung vom verheerenden Wettskandal, der das Land des viermaligen Weltmeisters erschüttert. «Italien ist quasi schon bei der EM 2012», schwelgte die «Gazzetta dello Sport». Gegen die Esten mussten sich die Spieler von Trainer Cesare Prandelli nicht übermäßig ins Zeug legen. «Wir haben gut gespielt und Spaß gehabt, ohne uns zu verausgaben», meinte Andrea Pirlo. Die Tore erzielten die Stürmer Giuseppe Rossi, Antonio Cassano und Giampaolo Pazzini.

Die Engländer hatte Tranquillo Barnetta in der ersten Halbzeit geschockt. Mit einem Doppelpack brachte der Leverkusener die «Three Lions» an den Rand einer Heimniederlage - es wäre die erste gegen die Schweiz überhaupt gewesen. Aber Frank Lampard per Foulelfmeter und Ashley Young sorgten für den Endstand. Trainer Fabio Capello schob das Ergebnis auf die mangelnde Fitness seiner Spieler nach einer langen Saison.

Schweiz-Trainer Hitzfeld meinte: «Das 2:2 ist redlich verdient. Der Umbruch ist noch nicht geschafft, es ist noch ein weiter und steiniger Weg.» Die Tageszeitung «Blick» prophezeit der Auswahl auf ihrer Homepage dagegen bereits: «Auch wenns nicht mehr für die EM reichen sollte, ist jetzt klar: Die Gegner der Nati in der WM-Quali für Brasilien 2014 müssen sich warm anziehen.»

dpa

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