Sonntag, 5. Juni 2011 / 13:58 Uhr
Teheran - Über die islamischen Ganzkörper-Outfits seiner Nationalspielerinnen ist ein Streit zwischen dem Iran und dem Fußball-Weltverband FIFA entbrannt.
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Der nationale Verband protestierte gegen die FIFA-Entscheidung von Freitag, das iranische Frauenteam wegen der «Hijab»-Kleidungsvorschriften vom Olympia-Qualifikationsspiel gegen Jordanien in Amman auszuschließen. Nachdem die iranischen Verantwortlichen verweigert hatten, dass die Spielerinnen ihre Kopfbedeckungen und langen Anzüge ablegten, sagte die FIFA die Partie ab und wertete sie mit 3:0 für Jordanien.
Iranische Fußballerinnen spielen mit bedecktem Haupt und in Kleidung, die Arme und Beine bedeckt.
Der iranische Verbandspräsident Ali Kafshian kündigte eine offizielle Beschwerde gegen diese Entscheidung an. In dem Gottesstaat müssen Frauen ihre Haare und Körper in der Öffentlichkeit komplett bedecken. Bereits vor den Olympischen Jugendspielen 2010 hatte die FIFA dem Iran wegen dieser Kleiderordnung mit einem Ausschluss vom Turnier in Singapur gedroht. Schließlich erlaubten die iranischen Autoritäten jedoch, dass die Spielerinnen mit einer Kappe statt des Hijab-Schals antraten.
dpa
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