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Aufgeregter Rufer: Vision von Top Ten

Dresden - Die Hände sind feucht, die Arme gestenreich ständig in Bewegung und der Blick ist unruhig: Wenn Neuseelands Fußball-Frauen in Deutschland um ihren ersten WM-Punkt kämpfen, fiebert der frühere Bundesliga-Profi Wynton Rufer auf der Tribüne mit jeder Faser seines Körpers mit.

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«Ich bin so aufgeregt», gesteht der eigentlich gestandene ehemalige Stürmer von Werder Bremen. Wynton «Kiwi» Rufer ist der Botschafter für die WM in seiner Heimat Neuseeland. Und das aus gutem Grund: Mit der 20-jährigen Annalie Longo und der zwei Jahre jüngeren Rosie White spielen zwei Talente in der Nationalmannschaft, die aus seiner Fußballschule stammen. «Wir haben große Fortschritte in den letzten Jahren gemacht, und daran habe ich auch einen ganz kleinen Anteil», sagt er mit glänzenden Augen.

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Wynton Rufer fiebert mit den Neuseeländerinnen mit.

Seit 13 Jahren unterhält Neuseelands bekanntester Fußballer die Talentschmiede mit den Standorten Auckland, Wellington, Christchurch, Hawkes Bay und Dunedin. Jungen und Mädchen im Alter von fünf bis 15 Jahren lernen dort unter anderem Fußballspielen. Rund 1500 Kinder und Jugendliche sind es derzeit, die zum größten Teil kostenlos betreut werden. «Ich habe ein Wohltätigkeitsprogramm. Weil ich ein gläubiger Christ bin, will ich den anderen immer helfen», erzählt der 49-Jährige. Etwa 500 Schüler lernen an der Akademie, wo sie leistungsbezogen trainieren. Nur deren Eltern müssen etwas bezahlen.

Rufers Vision sieht Neuseelands Frauen-Team, das «Football Ferns» (Fußballfarne) genannt wird, unter den Top Ten in der Welt. «Der Vorteil von Frauen-Fußball ist, dass es nur in etwa 80 Ländern leistungsbezogene Programme gibt. Deswegen hat man bei den Frauen eine große Chance, unter die ersten Zehn zu kommen», urteilt er und berichtet: «Frauen-Fußball ist die am schnellsten wachsende Sportart in Neuseeland.»

Sein Beitrag besteht nicht nur in der Ausbildung von Talenten, sondern auch in der Unterstützung von Nationaltrainer John Herdman. Einmal pro Woche leitet der ehemalige Profi das Training. Und er fertigt Notizen von den WM-Spielen für Herdman an - wenn er nicht zu aufgeregt ist. Denn während der Partie gegen Japan hat er in der ersten Halbzeit «alles voll geschrieben und in der zweiten Halbzeit nur vier Notizen. Ich konnte nicht mehr schreiben, weil ich so aufgeregt war.» So wird er wohl am Dienstag im Spiel Neuseelands gegen Mexiko lieber die feuchten Daumen drücken für den ersten WM-Punkt.

Fußballschule

dpa

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