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Stromausfall: Nur Verantwortliche in Panik

Dresden - Die Atmosphäre im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion war skurril: Als beim Weltmeisterschafts-Spiel am Dienstagabend zwischen Kanada und Nigeria (0:1) nach 74 Minuten das Flutlicht erlosch, brandete Beifall auf.

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Das Notstromaggregat sprang zwar an und lieferte «Saft» für die Notstrahler, an eine sofortige Fortsetzung der Partie war aber nicht zu denken. «Ursache war ein kurzer Abfall der Stromspannung im öffentlichen Netz um 50 Prozent», sagte Jens Grittner, Sprecher des WM-Organisationskomitees, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

Licht aus

Foto: dpa Bild vergrößern

Die Nigerianerinnen standen zeitweilig im Dunkeln.

Spielerinnen und Zuschauer nahmen es gelassen und mit Humor, doch im Hintergrund wurde fieberhaft und panikartig nach dem Fehler gesucht. Den Dresdner WM-Machern war der Fauxpas sichtlich peinlich. «Es ist nicht erklärlich, warum das Notstromaggregat nicht sofort die volle Leistung brachte», sagte Stadiondirektor Winfried Naß unmittelbar nach der Partie und entschuldigte sich öffentlich für die zehnminütige Unterbrechung.

Die eigentliche Ursache lag nicht im Stadion, sondern in einem Kraftwerk in der Stadt. Dort war es zu einem kompletten Ausfall einer Powerstation gekommen, was Stromschwankungen zur Folge hatte.

Naß und das WM-Organisationskomitee waren auch am Mittwoch noch bei der Ursachenforschung und betonten, dass alle Beteiligten den Vorfall sehr bedauern würden. «Demnach steht fest, dass es vor dem Ausfall des Flutlichts zu einer Verkettung gleich mehrerer technischer Defekte kam, was in dieser Aufeinanderfolge außergewöhnlich ist», sagte OK-Sprecher Grittner. Die Technik-Experten würden eine Wiederholung eines solchen oder ähnlichen Problems für das Viertelfinalspiel am Sonntag in Dresden ausschließen.

Die Spielerinnen und Zuschauer fanden es eher lustig. Durch das Stadion schwappte die «La Ola», in das rhythmische Klatschen der Fans reihten sich auch die Kickerinnen ein und amüsierten sich dabei. Besonders gewieft waren einige Anhänger des Zweitliga-Aufsteigers Dynamo Dresden. «Dynamo, Dynamo» hallte es durch das Rund. In diesem speziellen Fall konnte nicht ermittelt werden, ob sie nun ihre Lieblinge besangen oder den Verantwortlichen einen Tipp geben wollten, wie schnellstmöglich Strom zu erzeugen wäre.

dpa

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