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Birgit Prinz: «Ich hatte eine super Zeit»

Frankfurt/Main - Fragen an Rekordnationalspielerin Birgit Prinz, die am Freitag das Ende ihrer Erfolgskarriere erklärt hat.

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Was hat den Ausschlag dafür gegeben, dass Sie ihre Laufbahn nach dem Rücktritt aus der Nationalmannschaft auch auf Vereinsebene beenden?

Abschied

Foto: dpa Bild vergrößern

Birgit Prinz verlässt die Pressekonferenz in Frankfurt am Main.

«Jeder Sportler sollte einfach wissen, wann der richtige Moment gekommen ist. Und für mich fühlt es sich nach dem richtigen Moment an, da meine Motivation, die eigene und berufliche Zukunft weiter voranzutreiben, immer größer geworden ist und das Leben als Profisportlerin zu viel Zeit und persönliches Engagement benötigt, um dies in befriedigender Weise nebeneinander gestalten zu können.»

Ist Ihnen der Schritt schwer gefallen?

«Das Hin und Her in den vergangenen Wochen war sehr anstrengend und hat mich emotional schon sehr berührt. An einem Tag hieß es 'Ja', am anderen 'Nein'. Irgendwann stand der Rücktritt dann relativ fest.»

Mit welchen Gefühlen gehen Sie in den sportlichen Ruhestand?

«Ich habe dem Fußball sehr viel zu verdanken, habe tolle Menschen kennengelernt und mich als Persönlichkeit weiterentwickeln dürfen. Ich gucke zurück und denke, meine Karriere ist gut gelaufen. Auch wenn das Ende suboptimal war. Ich hatte eine super Zeit. Das steht im Vordergrund.»

Hat die WM, bei der Sie von der Spielführerin zur Reservistin degradiert wurden, Ihre Entscheidung beeinflusst?

«Natürlich hatte die WM einen Anteil, aber nicht den entscheidenden. Die WM hat mir den Spaß am Fußball nicht genommen. Den habe ich immer noch und den werde ich auch nie verlieren, solange ich laufen kann.»

Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Wird es ein Abschiedsspiel geben?

«Das weiß ich nicht. Ich werde mich mit Silv (Bundestrainerin Silvia Neid/Anmerkung) noch unterhalten. Wir haben beide auf den Deckel bekommen. Aber wir sind erwachsene Frauen und werden das Gespräch suchen.»

Wie stellen Sie sich Ihre berufliche Zukunft vor?

«Ich werde in neuer Funktion unter anderem am Institut für Performance-Psychologie in Frankfurt dem Sport erhalten bleiben, um Talente sowie Athletinnen und Athleten in ihrer persönlichen und sportlichen Entwicklung zu unterstützen. Im September wird es dann Gespräche geben, in welcher Art ich dem 1. FFC Frankfurt verbunden bleiben kann.»

dpa

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