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Versprechen in der Kabine: Özil will Türken helfen

Istanbul - Das brisante Duell gegen das Land seiner Vorfahren sah Mesut Özil nur auf der Tribüne - jetzt will er der Türkei helfen, doch noch die EM-Endrunde zu erreichen.

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Die Beschwerden mit der Achillessehne «sind geringer geworden», teilte der angeschlagene Spielmacher der deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit. «Es sieht viel, viel besser aus», verriet Hansi Flick. Der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw betonte aber, auf Fitspritzen für das Spiel gegen Belgien werde die medizinische Abteilung des DFB - wie schon in Istanbul - verzichten. Ein deutscher Sieg am Dienstag in Düsseldorf und ein eigener erfolgreicher Auftritt gegen Aserbaidschan würde der Türkei die Chance auf zwei K.o.-Spiele um die EM-Teilnahme 2012 in Polen und der Ukraine eröffnen.

Angeschlagen

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Mesut Özil will der Türkei Schützenhilfe leisten. Foto: Roland Weihrauch

Nach dem 3:1-Sieg des DFB-Teams war Özil in die türkische Kabine zu Hamit Altintop und dessen Kollegen gegangen. «Ich habe dort kurz mit den Jungs geredet, ihnen viel Glück für ihr Spiel gegen Aserbaidschan gewünscht», berichtete Özil, um dessen Fehlen in Istanbul vor allem in den türkischen Medien heftig spekuliert wurde.

Der in Gelsenkirchen geborene Spieler wehrte sich heftig gegen Gerüchte, er habe sich vor dem Match gedrückt. «Gerade das Länderspiel in der Türkei wäre für mich ein besonderer Höhepunkt gewesen, so wie das Aufeinandertreffen im Vorjahr in Berlin. Und wenn ich lese, dass der Druck in Istanbul zu groß für mich gewesen wäre, da fehlt mir jedes Verständnis dafür, und ich kann nur den Kopf schütteln», sagte Özil auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Eine Entscheidung über seinen Einsatz gegen die Belgier, die mit 15 Punkten einen Zähler vor den Türken auf dem begehrten zweiten Gruppenrang liegen, soll frühestens nach dem Abschlusstraining am Montagabend, möglicherweise auch erst am Spieltag fallen, verriet Özil. Vor der Partie in Istanbul hatte er trotz Beschwerden seinen Einsatz angeboten, Löw aber entschied anders: «Ich brauche Spieler, die hundert Prozent fit sind und nicht zu achtzig Prozent. Da gehen wir kein Risiko ein. Auf Biegen und Brechen etwas zu riskieren, wäre absoluter Blödsinn gewesen», erklärte der Bundestrainer.

Das 3:1 der Deutschen auch ohne ihren Spielmacher von Real Madrid wurde in der Türkei mit Fassung aufgenommen. Nachdem tausende türkische Fans das Stadion von Galatasaray Sekunden nach dem dritten Gäste-Tor fluchtartig verlassen hatten, titelte die Zeitung «Radikal» mit Blick auf das deutsche Team: «Auch ohne Özil die Glücklichen.»

Die Zeitung «Takvim» schrieb «Wir haben mit der Axt auf Stein geschlagen» und forderte zugleich: «Go home Hiddink.» Der niederländische Trainer hielt entgegen: «Wenn man die Stärke der beiden Mannschaften sieht, muss man realistisch sein.» Noch bleibt den Türken die Hoffnung, dass sie zum Gruppenabschluss die von Berti Vogts trainierten Aserbaidschaner schlagen und Özil hilft.

dpa

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