Montag, 14. November 2011 / 12:57 Uhr
Berlin - Schon vor Wochen hat Guido Kocer ein Geständnis abgelegt, von Dienstag an muss sich der Profi des Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue in Berlin nun wegen schweren Raubes vor Gericht verantworten.
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Angeklagt vor dem Landgericht sind neben dem Mittelfeldspieler weitere acht Männer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, Geschäfte, Cafés und Spielhallen überfallen zu haben. Dabei sollen sie maskiert in die vorher ausgespähten Lokale eingedrungen sein und die Angestellten bedroht und teilweise auch angegriffen haben. Anschließend hätten die Angeklagten die in den Lokalen befindlichen Spielautomaten aufgebrochen. Insgesamt sollen 20 000 Euro erbeutet worden sein.
Aues Mittelfeldspieler Guido Kocer hat bereits ein Geständnis abgelegt. Foto: Thomas Eisenhuth
Kocer, der im Sommer von Babelsberg 03 nach Aue gewechselt war, hatte sich unlängst öffentlich zu den Vorwürfen gegen seine Person geäußert. «Ich weiß, dass ich angeklagt bin und eine Strafe auf mich zukommt. Ich habe ein Geständnis abgegeben und werde meine gerechte Strafe bekommen», teilte er in einer Audio-Botschaft auf der Vereins-Homepage mit. Nach dem Geständnis hofft Kocer nun auf Strafminderung. «Ich kann nur sagen, dass ich einen Riesenfehler gemacht habe und der ist natürlich nicht zu entschuldigen», sagte er.
Aues Präsident Keller hatte sich vor seinen Spieler gestellt. «Wer nicht verurteilt ist, ist zunächst unschuldig. Wenn er verurteilt wird, dann müssen wir sehen, wie wir ihm am besten helfen können», sagte er und kündigte an, den Spieler auch künftig nicht fallen zu lassen. «Jeder hat eine zweite Chance verdient und es kann nicht sein, dass er ein Leben lang darunter leidet», sagte Keller.
dpa
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