Dienstag, 22. November 2011 / 21:48 Uhr
Hamburg - Die Führung des FC St. Pauli hat bei der Mitgliederversammlung des Vereins ein Plädoyer gegen Gewalt im Fußball gehalten. Anlass dafür waren die Ausschreitungen im Zweitligaspiel bei Hansa Rostock (3:1).
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Im Rahmen dieser Partie hatten Hansa-Anhänger Raketen in den Gästeblock geschossen, der mit 2400 Fans des FC St. Pauli besetzt war. «Ich bin glücklich darüber, Mitglied eines Vereins zu sein, bei dem das Fundament die Ablehnung von Gewalt ist. Und ich bin glücklich darüber, dass bei uns nicht geklatscht wird, wenn die Fans des anderen Teams mit Raketen beschossen werden», sagte Stefan Orth, Präsident des FC St. Pauli, im Congress Center Hamburg. Der Clubchef würdigte zugleich den Zuwachs an Mitgliedern. Der Verein habe bald die Marke von 17 000 Mitgliedern erreicht.
St. Pauli-Präsident Stefan Orth bei der Mitgliederversammlung in Hamburg. Foto: Angelika Warmuth
Aufsichtsratsvorsitzender Christoph Kröger mahnte bei aller Freude über das erfolgreichste Geschäftsjahr der Vereinshistorie, das einen Gewinn von 5,33 Millionen Euro ausweist, Vorsicht und Besonnenheit an. Er nahm vor allem Bezug auf das Millionenprojekt Millerntor-Stadion.
«Der Verein hat bereits heute durch den Bau der Süd- und der Haupttribüne konsolidierte Verbindlichkeiten in Höhe von 20 Millionen Euro. Und nach dem Bau der Gegengeraden, der im Sommer nächsten Jahres beginnen wird, sowie dem Bau der Nordtribüne werden es weitere 20 Millionen Euro sein», sagte Kröger. «Einen längeren Aufenthalt in der 3. Liga würden wir nach dem derzeitigen Stand der Dinge sicherlich nicht überstehen.»
dpa
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