Freitag, 2. Dezember 2011 / 20:02 Uhr
Rostock - Fußball-Zweitligist FC Hansa Rostock will die vom DFB-Kontrollausschuss geforderte Bestrafung von einem Heimspiel ohne Zuschauer nicht hinnehmen.
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«Wir verurteilen die Vorkommnisse auf das Schärfste und distanzieren uns von jeglicher Form der Gewalt. Jedoch empfinden wir das geforderte Strafmaß als unverhältnismäßig und nicht zweckdienlich. Mit einem Geisterspiel werden die Ursachen der kriminellen Handlungen weder bekämpft, noch gelöst», erklärte Hansa-Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann per Pressemitteilung. Der Strafantrag bezieht sich auf die Krawalle von Hansa-Anhängern beim Heimspiel gegen den FC St. Pauli.
Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann will die Bestrafung nicht hinnehmen. Foto: Bernd Wüstneck
Hofmann betonte, dass der Verein zusammen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) Gewalttäter aus dem Stadion ausgrenzen und in Zusammenarbeit mit Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz die Straftäter hart bestrafen möchte. «Nur mit der Symbiose aus nachhaltiger Präventionsarbeit und zeitnahen, rigorosen Sanktionen ist es möglich, Straftaten aus den deutschen Fußballstadien zu verbannen», meinte Hofmann. Sein Verein hat in diesem Zusammenhang bisher 57 bundesweite Stadionverbote ausgesprochen.
Der DFB-Kontrollausschuss hatte am Donnerstag ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit für die Mecklenburger als Strafe für die Ausschreitungen im Nordderby gegen den FC St. Pauli beantragt. Die Hamburger sollen wegen Verfehlungen ihrer Fans eine Geldstrafe von 20 000 Euro zahlen. Das Duell der beiden Nordclubs stand am 19. November kurz vor dem Abbruch, nachdem im Hamburger Fanblock bengalische Feuer abgebrannt worden waren. Rostocker Anhänger schossen daraufhin Leuchtraketen in den Gästeblock.
dpa
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