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Ukraine besteht Test: Gelungene Loszeremonie

Kiew - Mit Spannung war die Loszeremonie im Kunstpalast Ukraina erwartet worden. Für EM-Gastgeber Ukraine die erste große öffentliche Bewährungsprobe vor Millionenpublikum. Reichlich Fußball-Prominenz vergangener Tage war da, der Saal aber nur spärlich gefüllt.

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Nach 40 Minuten wurde es ernst. Das obligatorische Vorgeplänkel mit Tanz, Musik und Begrüßungsreden war vorbei, das erste Los mit der Aufschrift «Niederlande» als Kopf der Gruppe B gezogen. 189 Tage vor dem Eröffnungsspiel zwischen Co-Gastgeber Polen und Griechenland in Warschau hat das zweite Ausrichterland Ukraine seinen ersten großen internationalen Auftritt bestanden.

Auslosung

Foto: dpa Bild vergrößern

Moderatorin Olga Freimut (M), der Däne Peter Schmeichel (l) und Zinedine Zidane eröffnen die Auslosung. Foto: Sergey Dolzehnko.

«Ich bin stolz, dass die Ukraine Gastgeber der EM ist», sagte Stabhochsprung-Weltrekordler Sergej Bubka als einer von vielen prominenten Gästen. Nach der schwungvollen Begrüßung durch eine ukrainische Tanzgruppe, einem Einspielfilmchen über die acht Stadien in den beiden Gastgeberländern und einem Grußwort des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch ein paar Worte an die Festgäste ging es endlich zur Sache.

Bundestrainer Joachim Löw saß im dunklen Anzug in der vierten Reihe auf Platz zwei neben Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff und Assistenztrainer Hansi Flick. Mit Bierhoff diskutierte er heftig jedes einzelne Los, das von Zinédine Zidane, Horst Hrubesch, Marco van Basten und Peter Schmeichel aus den Glasschalen gezogen wurde.

Um kurz vor 19 Uhr stand dann fest, dass die Titelmission in einer denkbar schweren Gruppe mit den Niederlanden, Portugal und Dänemark beginnt. Sofort nach der Zuordnung Deutschlands zu Gruppe B erkundigte sich Löw ohne große emotionale Regung bei DFB-Chefplaner Georg Belau, wo es nun wann für sein Team hingehen würde. Zweimal nach Lwiw und einmal nach Charkow in die Ukraine - Reisestress, den Löw gerne vermieden hätte. Als Gruppensieger dürften Philipp Lahm & Co. dann ihr Viertelfinale am 22. Juni in Danzig spielen.

Doch auch Gastgeber Ukraine traf es hart: Schweden, Frankreich und England sind die Gegner für das Team von Oleg Blochin. Die polnische Delegation mit ihren Fanschals um den Hals dagegen dürfte den nur spärlich gefüllten Saal mit der holzvertäfelten Bienenwabendecke in dem mächtigen Sowjetbau in bester Laune verlassen haben. Griechenland, Russland und Tschechien scheinen schlagbar.

Mit dem Stand der Vorbereitungen in den beiden Ausrichterländern zeigte sich die Spitze der Europäische Fußball-Union (UEFA) hochzufrieden. Beim offiziellen Dinner tags zuvor hatte UEFA-Präsident Michel Platini Polen und der Ukraine «außergewöhnliche Anstrengungen» attestiert und betont: «Ich bin überzeugt, dass die EURO 2012 ein spektakuläres und ganz offenes Turnier werden wird.»

dpa

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