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Löw: «Nein, ich freue mich auf das Turnier»

Kiew - Fragen an Bundestrainer Joachim Löw nach der Auslosung der EM-Gruppen mit den Niederlanden, Portugal und Dänemark als Vorrundengegnern:

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Wie war Ihre erste Reaktion auf die schwierigen Lose? Erschrocken haben Sie sich nicht?

Optimist

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Das aufgebrauchte Losglück kann Joachim Löw nicht die Zuversicht rauben. Foto: Thomas Eisenhuth

«Nein, ich freue mich auf das Turnier, auch unabhängig von den Gegnern. Wenn man gleich gegen Portugal, Holland und Dänemark anfängt, weiß man, dass alle vom ersten Tag an voll fokussiert sind.»

Wie würden Sie die Gruppe charakterisieren?

«Es ist eine sehr offensive Gruppe, in der alle Mannschaften guten Fußball spielen können. In dieser Gruppe gibt es keinen klaren, ausgemachten Favoriten. Alle sind in der Lage, Akzente zu setzen.»

Ist es die schwerste Gruppe bei der EM?

«Ich glaube, dass es wahrscheinlich die stärkste Gruppe ist, die interessanteste und auch die ausgeglichenste. Wir können uns auf interessante Duelle freuen.»

Bekommt der jüngste klare Testspielsieg gegen Holland jetzt noch mal eine besondere Bedeutung?

«Jeder von uns kann einschätzen, dass Holland in Hamburg unter Wert geschlagen wurde. Holland hat in diesem Spiel nicht die wahre Leistungsstärke abgerufen. Aber sie sind die Nummer zwei der Welt und waren zuletzt im WM-Finale. Auch bei der EM 2008 waren sie in den ersten drei Spielen sensationell gut. Das wird ein ganz tolles Spiel.»

Welche Rolle können die Dänen in dieser Gruppe spielen?

«Dänemark ist immer eine ausgemachte Turniermannschaft. Niemand rechnet so richtig mit ihnen, aber sie leben von einem guten Kollektiv und einer guten Organisation, sind wahnsinnig diszipliniert. Wenn sie mal verlieren, verlieren sie immer knapp. Sie sind von ihrem Charakter her sehr toughe Spieler und sie haben keine Angst, egal gegen wen sie spielen.»

Zum Auftakt geht es gegen Portugal. Ist es ein Vorteil, dass es gleich mit einem echten Härtetest losgeht?

«Es ist eine der spielstärksten Mannschaften überhaupt. Sie haben Weltklassespieler aus den Top-Clubs. Portugal spielt offensiven Fußball, Dänemark auch. Das wird attraktiv.»

Die deutsche Elf spielt alle Vorrundenpartien in der Ukraine. War es ein Fehler, so früh ein Quartier in Polen gebucht zu haben?

«Man muss sowieso fliegen. Ein- oder anderthalb Stunden zu fliegen, weniger geht ja fast nicht. In Südafrika hatten wir das ja auch so. Vielleicht spielen wir ja im Viertel- oder Halbfinale in Polen. Bei der EM 2008 haben wir unser Quartier ja auch in der Schweiz gehabt und sind nach Wien geflogen.»

dpa

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