Samstag, 3. Dezember 2011 / 16:03 Uhr
Berlin - «Es wird hart, aber das ist gut so»: Die Gruppen-Auslosung für die Fußball-Europameisterschaft hat zwiespältige Reaktionen hervorgerufen - das spiegelte sich vor allem in den Medien der Teilnehmerländer wider.
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Deutschlands Gruppe B mit Dänemark, Portugal und den Niederlanden wurde gar als «Todesgruppe» beschrieben. «Schwer wie Blei» bezeichnete die niederländische Tageszeitung «De Telegraaf» die Kombination. «Oranje zurück in der Todesgruppe» titelte das Blatt, ebenso wie die Online-Ausgabe der «AD».
Die EM-Gruppenauslosung findet in der internationalen Presse großen Wiederhall. Foto: Thomas Eisenhuth
Auch in Portugals Medien wurde der Respekt vor den Gegnern deutlich. Die portugiesische Zeitung «Record» bezeichnete die Auslosung als «alles andere als glücklich». Ein anderes Blatt hingegen hielt sie zwar für schwer, «aber nicht unmöglich».
Des einen Leid war des anderen Freud. Eine Online-Schlagzeile des «Guardian» lautete: «England seufzt vor Erleichterung, nachdem es den großen Kanonen ausgewichen ist». Das Land war zusammen mit Schweden, Frankreich und Gastgeber Ukraine in Gruppe D gelandet.
Über das Ergebnis der Auslosung freuten sich aber vor allem die Teams der Gruppe A, die mit Co-Gastgeber Polen, Tschechien, Griechenland und Russland als leichteste des Turniers gilt. «Die tschechischen Spieler erwarten die leichtesten Gegner», war im Boulevard-Blatt «Blesk» zu lesen. Dort wurde die Kombination mit Griechenland, Russland und Gastgeber Polen gar als «Gruppe der Träume» gewertet. Die griechische Tageszeitung «To Vima» schrieb: «Wir sind den 'Monstern' entwichen».
Gruppengegner Russland zeigte sich emotional. «Endlich lässt sich auch die Lebensplanung für den Monat Juni fortsetzen», schrieb der «Sport Express» mit Blick auf den EM-Monat. «Diese Auslosung machte Gänsehaut.»
Ganz anders fielen die Reaktionen auf die Gruppe C mit Spanien, Italien, Irland und Kroatien aus. «Kroatien hat die wahrscheinlich zweitschwerste Gruppe bekommen», schrieb die Zeitung «Jutarnji list». Italiens Tageszeitung «La Repubblica» verkündete: «Italien zittert.» Als unlösbare Aufgabe sah man die Kombination aber nicht überall. In anderen Medienberichten hieß es: «Es wird hart, aber das ist gut so.»
In Deutschland sah man die eigene «Todesgruppe» ähnlich gelassen. Die «Süddeutsche» erwartete immerhin «Schöne Zeiten nach der Vorrunde» Und die «Bild»-Zeitung zitierte in einer Online-Schlagzeile den Bundestrainer: «Wir haben keine Angst.»
dpa
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