Montag, 5. Dezember 2011 / 16:32 Uhr
Sofia - Eigentlich ist das allein schon kurios: Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow ist in seinem Land zum Fußballer des Jahres gewählt worden. Doch damit nicht genug: Der Politiker will den Titel nicht und fordert die Annullierung des Votums.
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Borissow hatte zuvor mit 44 Prozent der Stimmen die Mehrheit für die Auszeichnung bekommen. «Diese Abstimmung bedeutet nicht, dass Borissow der beste Spieler ist», erklärte der Premier in einem Schreiben. «Sie zeigt lediglich, dass im bulgarischen Fußball Reformen und eine neue Politik nötig sind.» Die Nationalelf des Landes wurde zuletzt heftig von Fans und Medien kritisiert. Die Mannschaft war in der Qualifikation für die Europameisterschaft 2012 mit ihrem deutschen Trainer Lothar Matthäus gescheitert.
Bulgariens Ministerpräsident Boiko Borissow ist in seinem Land zum Fußballer des Jahres gewählt worden. Foto: Issei Kato
Mangelndes Interesse an dem Sport dürfte nicht der Grund für Borissows Verzicht sein: Der 52-Jährige ist leidenschaftlicher Fußballspieler und kickt in seiner Freizeit für Bulgariens Drittligisten Witischa Bistriza. «Ich schlage vor, dass die Organisatoren die Abstimmung annullieren oder dem besten Nachwuchsspieler den Titel geben», erklärte Borissow. Wenn es nach dem Votum der Fans ginge, müsste den allerdings Dimitar Berbatow bekommen: Der Stürmer von Manchester United war in dem Votum immerhin zweite Wahl.
dpa
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