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UEFA: Kein Betrugsverdacht - Behörde ermittelt

Nyon - Nach dem skandalumwitterten 7:1-Erfolg von Olympique Lyon bei Dinamo Zagreb wehren sich die Vereine gegen einen Betrugsverdacht, die UEFA sieht keine Gründe für Ermittlungen.

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«Zum jetzigen Zeitpunkt» habe das Warnsystem «keine irregulären Wettmuster bezüglich des gestrigen Spiels gezeigt, die eine Untersuchung rechtfertigen würden», teilte die Europäische Fußball-Union (UEFA) in einer schriftlichen Stellungnahme mit.

Ausgeschieden

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Die Spieler von Ajax Amsterdam haben gegen Real Madrid verloren. Foto: Olaf Kraak

Nach dem 0:3 von Ajax Amsterdam gegen Real Madrid, bei dem zwei offenbar reguläre Ajax-Tore aberkannt wurden, und dem 7:1 von Lyon in Zagreb hatten die Franzosen den niederländischen Rekordmeister dank der besseren Tordifferenz noch abgefangen und das Achtelfinale der Champions League erreicht. Vor allem in niederländischen Medien war anschließend von Betrug die Rede. In Internet-Foren tauchten Fotos eines Zagreb-Spielers vor einem Wettbüro auf.

«Das Resultat ist auffallend. Aber wenn seltsame Dinge geschehen sind, muss man diese beweisen können», sagte Ajax-Trainer Frank de Boer zurückhaltend. Hätte Lyon nur 4:1 gewonnen, wäre Ajax trotz der 0:3-Heimniederlage gegen Real Madrid ins Achtelfinale eingezogen. Die UEFA könne darüber nicht einfach so hinweggehen, erklärte Ajax-Direktor Martin Sturkeboom am Donnerstag. Das Begehren um Klärung werde der UEFA offiziell per Brief übermittelt, kündigte er an. «Wir wollen auf alle Fälle eine Reaktion von der UEFA», erklärte Sturkenboom. «Wir erwarten zwar nicht, dass dabei viel herauskommt. Aber gar nichts tun, ist auch keine Option.»

Die UEFA warte nun die Berichte des Schiedsrichters, der Schiedsrichterbeobachter und der Match-Delegierten ab, hieß es in dem UEFA-Schreiben. Man wolle sehen, ob nach deren Ansichten «etwas Verdächtiges passiert sein könnte». Wenn es Anhaltspunkte für Unregelmäßigkeiten gebe, werde die UEFA Untersuchungen einleiten. «Aber im Moment gibt es dafür keine Gründe», schrieb der Verband. Das Wettbetrugs-Warnsystem habe bislang keine Auffälligkeiten gemeldet.

Kroatiens Meister fand in Trainer Krunoslav Jurcic ein Bauernopfer und gab die Trennung bekannt. Der Verein wies später auf seiner Internetseite die «unverschämten und bösartigen Vorwürfe» zurück.

Olympique Lyon «bedauert, dass die Kommentare sich nicht auf den sportlichen Teil einer unglaublichen Heldentat beschränken, die sowohl Olympique Lyon als auch der französische Fußball vollbracht haben», so der Verein. Die französische Kontrollbehörde für Online-Wetten Arjel teilte mit, dass man eine Ermittlung eingeleitet habe und die Wetteinsätze vor und während des Spiels untersuchen werde. Lyon begrüßte das: «Der Verein stimmt dieser Aktion, die wegen eines untypischen Ergebnisses eingeleitet wurde, völlig zu.»

Zur Pause stand es in Zagreb 1:1. Um den Rückstand im Fernduell mit Ajax noch wettzumachen, benötigte Lyon nach dem Wechsel mindestens fünf Tore. Nach 52 Minuten führte Lyon 4:1, wenig später waren das 7:1 und die Qualifikation für das Achtelfinale perfekt. Franz Beckenbauer sagte der «Bild»-Zeitung, die Partie sei ein Fall für die UEFA-Disziplinkommission. «Die Zagreber Mannschaft hat sich völlig gehen lassen.» Ihr Auftreten widerspreche den Kernwerten der UEFA von Fairplay und Respekt.

dpa

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1 Kommentar | Kommentare verstecken

1. Sere schrieb am 08.03.2012 um 00:14:00:

Mit Interesse habe ich diesen Artikel eeselgn und bin leider erst jetzt dazu gekommen einen kurzen Kommentar dazu abzugeben. Jedoch fand ich nun den Kommentar von H. Ebert viel interessanter.Besonders Interessant finde ich hier die Annahme, dass infolge von Handelsstrf6men die Schlussfolgerung hergestellt wird, dass einzelne Le4nder in der EU (insbesondere Deutschland) die Schweiz speziell behandeln soll. Deutschland Exportiert ffcr fast 900 Milliarden Euro Waren, davon geme4ss Ihnen 62 Milliarden CHF (also rund 41 Milliarden Euro) in die Schweiz. Dies sind mal grob gerechnet 4.5 % … also 4.5% aller Exporte geht in die Schweiz.Die Schweiz Exportiert 19.5% aller Waren nach Deutschland (geme4ss Wikipedia).Somit gelange ich zu Ihrer Frage: „Glauben Sie nicht auch, dass die Schweiz ein guter Kunde bei den Deutschen ist?“Ja wir sind ein guter Kunde aber Deutschland hat noch wesentlich bessere Kunden und wir sind ein KLEINER Kunde. Deutschland wfcrde den Wegfall von uns als Kunde wesentlich leichter verkraften als wir den Wegfall von Deutschland!Sie haben auch recht mit der Aussage dass Ausle4nder bis zu 6 Monaten in der CH bleiben kf6nnen ohne Personenfreizfcgigkeit mit der EU. Jedoch kf6nnten Sie nicht mehr hier bleiben und sich niederlassen. Haben Sie eigentlich eine Idee davon wie viele pensionierte Ausle4nder Ihren Lebensabend in der Schweiz verbringen? Und nein, es sind gerade nicht die armen und schwachen. Stellt man einen Antrag ffcr Aufenthaltsbewilligung B als pensionierter muss man den Nachweis erbringen dass man genfcgend finanzielle Mittel hat. Also selektieren wir hier sehr klar und nehmen nur die reichen … man wfcrden dem auch Rosinenpickerei sagen!„EU-Bfcrger, die 1 Tag lang in der Scheiz gearbeitet haben, haben Anspruch auf 5 Jahre Sozialhilfe.“ Die Aussage ist ja wohl der grf6sste Blf6dsinn Man kf6nnte jetzt hier so endlos weiter fahren. Fakt ist dass bei einer Ablehnung die anderen Bilateralen Vertre4ge mit hoher Wahrscheinlichkeit gekfcndigt wfcrden. Fakt ist auch das wir im Vergleich zur EU sehr klein sind, Fakt ist auch dass wir in mitten der EU sind und wir nicht mehr im 19. Jahrhundert von Nationalismus und Abschottung leben.Wer denkt die EU schmerze es wenn zur Schweiz keine bilateralen Vertre4ge bestehen und auf uns angewiesen ist, fcbersche4tzt sich und die Schweiz gewaltig. Wir leben in einer Zeit wo von Portugal bis Griechenland und Estland Waren und Personen frei hin und her gehen, da ist es reine Utopie im Herzen der EU eine Insel aufbauen zu wollen.Wir sollten froh sein dass die EU bis jetzt uns so viele Sonderrechte und Privilegien zugestanden hat und froh sein dass sie es uns auch noch in Zukunft entgegen bringt. Verspielen wir dies also bitte nicht wegen einer solchen Lappalie.

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