Montag, 26. Dezember 2011 / 15:28 Uhr
Neuweiler - Eine sprichwörtliche Riesensauerei haben Wildschweine auf dem Fußballplatz der Sportvereinigung Berneck/Zwerenberg bei Neuweiler im Kreis Calw angerichtet: Die Tiere pflügten kurz vor Weihnachten auf der Suche nach Nahrung das Spielfeld zur Hälfte um.
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Für rund 30 Spieler des Kreisligisten hieß es deshalb am zweiten Weihnachtsfeiertag erst einmal flicken statt kicken. Weil keine Versicherung und kein Jagdpächter für den Schaden aufkommt, griffen die Sportler vor dem traditionellen «Verdauungskick» zur Selbsthilfe und brachten die herausgerissenen Rasenstücke in einer rund einstündigen Aktion an ihren ursprünglichen Platz zurück.
Rund 30 Spieler der Sportvereinigung Berneck/Zwerenberg mussten ihren Rasen flicken. Foto: Friedrich Blaich
Bis auf dem Platz wieder normal gespielt werden kann, wird es nach Angaben des Schriftführers Friedrich Blaich Monate dauern. «Zum nächsten großen Pflichtspiel am 10. März sollte der Rasen noch nicht wieder genutzt werden», sagte er. Man müsse deshalb überlegen, wohin man ausweichen könne.
Maßnahmen, damit sich die Sauerei nicht wiederholt, seien nicht geplant, sagte Blaich. Nach Angaben eines Jägers würde ein Zaun nicht viel helfen. Dann vielleicht schon eher die per Pressemitteilung ausgesprochene Drohung: «Sollten die Täter die Tat wiederholen und dabei erwischt werden, müssen sie mit der Höchststrafe rechnen. Leckerer Wildschweinbraten wäre nämlich eine willkommene Abwechslung beim Saisonabschluss oder der Weihnachtsfeier des Bernecker Fußballvereins.»
dpa
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