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Heftiger Streit zwischen Juve und dem Verband

Rom - Juventus Turin hat den italienischen Fußballverband (FIGC) wegen des Wettskandal-Prozess gegen seinen Trainer Antonio Conte heftig attackiert.

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Der italienische Rekordmeister kritisierte, dass das FIGC-Sportgericht den von Conte und der Anklage vorgeschlagenen Vergleich abgelehnt und eine höhere Strafe für den Coach gefordert hat. Juve-Präsident Andrea Agnelli bezeichnete den Verband als «diktatorisches System». FIGC-Präsident Giancarlo Abete wies diese Äußerung als «inakzeptabel» zurück. Agnelli muss mit einem Disziplinarverfahren rechnen.

Juve-Coach

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Der Turiner Trainer Antonio Conte ist in den Wettskandal-Prozesses verwickelt. Foto: Alessandro di Marco

Das Sportgericht hatte eine Sperre von drei Monaten und eine Geldstrafe in Höhe von 200 000 Euro für Conte überraschend als «nicht angemessen» abgelehnt. Conte verzichtete auf einen zweiten Vergleichsantrag. Daraufhin eröffnete die Kommission das Verfahren gegen Conte.

FIGC-Chefankläger Stefano Palazzo fordert eine Sperre von 15 Monaten, weil Conte zwei mutmaßlichen Spielmanipulationen in der Saison 2010/2011 bei seinem damaligen Club AC Siena nicht angezeigt haben soll. Dem 43 Jahre alten Coach droht eine Mindeststrafe von sechs Monaten.

Insgesamt stehen in Rom 46 Spieler, Trainer und Club-Funktionäre sowie 13 Clubs vor Gericht. Die Verhandlung wurde am Freitag fortgesetzt. Nachdem das Gericht bereits dem Vergleichsantrag des Erstligisten AC Turin mit einem Punkt Abzug und 30 000 Euro Strafe zugestimmt hatte, folgte es am Freitag auch den Vorschlägen weiterer Clubs: Erstligist Sampdoria Genua wurde mit einem Strafpunkt und 30 000 Euro belegt, Zweitligist AS Bari mit fünf Strafpunkten und 80 000 Euro. Der AC Siena akzeptierte nach sechs Strafpunkten und 20 000 Euro Strafe, eine weitere Geldstrafe über 80 000 Euro.

Unter den angeklagten Spielern ist auch Juve-Star Leonardo Bonucci. Ob auch der Nationalspieler einen Vergleich anstrebt, ist offen. Dem Vize-Europameister droht eine Sperre von mindestens drei Jahren, weil er während seiner Zeit in Bari an einer Ergebnisabsprache in einem Spiel gegen Udine beteiligt gewesen sein soll.

dpa

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