Montag, 13. August 2012 / 15:45 Uhr
Frankfurt/Main - Beim Streitthema Nationalhymne will Bundestrainer Joachim Löw den Fußball-Nationalspielern das Mitsingen auch in Zukunft nicht vorschreiben. «Bei uns und beim DFB gibt es keine Hymnen-Pflicht», erklärte Löw in Frankfurt.
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In Gesprächen mit Spielern mit Migrationshintergrund wie Mesut Özil, Sami Khedira, Jérôme Boateng oder Lukas Podolski habe er das Thema angesprochen, aber auch Verständnis für die Beweggründe gewonnen. «Ich würde es gut finden, wenn sie singen. Ich verstehe aber auch, wenn es der eine oder andere nicht macht und eine andere Art der Vorbereitung auf ein Spiel wählt. Ich kenne die Gründe.»
Joachim Löw verpflichtet seine Spieler nicht zum Mitsingen der Nationalhymne. Foto: Arne Dedert
Der Bundestrainer verwahrte sich gegen Vorwürfe, die nicht mitsingenden Spieler hätten bei der EM nicht alles für Deutschland gegeben. «Die Hymne zu singen ist wunderschön, aber noch lange kein Beleg für die Qualität der Mannschaft und schon gar nicht für Unlust zu kämpfen», sagte der 52-Jährige, der die Diskussionen für populistisch hält: «Ich finde es fatal, dass man unterschwellig den Vorwurf heraushört, sie seien keine guten Deutschen.»
Der Bundestrainer betonte vielmehr, dass Spieler wie Özil oder Khedira «für die Außendarstellung Deutschlands und die Integration enorm viel getan» hätten: «Sie identifizieren sich mit unserem Trikot und Deutschland.»
dpa
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