Mittwoch, 15. August 2012 / 15:47 Uhr
München - Der FC Bayern will seinem wegen einer Rotlicht- Affäre unter Druck geratenen Fußballprofi Franck Ribéry zur Seite stehen. «Er hat die hundertprozentige Unterstützung des Vereins», sagte der Münchner Pressechef Markus Hörwick.
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Der 29 Jahre alte Ribéry wird sich nach Angaben der französischen Justiz wegen einer vermeintlichen Beziehung mit einer minderjährigen Prostituierten demnächst vor Gericht verantworten müssen. «Für uns ist die Faktenlage entscheidend», meinte Hörwick. Wenn der Club von dieser Kenntnis habe, «werden wir zunächst einmal mit Franck Ribéry reden».
Der zuständige französische Untersuchungsrichter hatte den Fall am Vortag an das Strafgericht in Paris verwiesen, nachdem die Staatsanwaltschaft eigentlich die Einstellung des Verfahrens gegen die Profis Ribéry und Karim Benzema (Real Madrid) beantragt hatte. Ribéry hatte «Sex gegen Bezahlung» bisher bestritten. Entsprechend hatte Ribéry-Anwältin Sophie Bottai in einer Stellungnahme beim Radiosender «RMC» reagiert und über «eine ebenso überraschende wie ungerechte Entscheidung» gesprochen.
Für Beziehungen mit minderjährigen Prostituierten sieht das Gesetz in Frankreich eine Haftstrafe von bis zu drei Jahren sowie eine Geldbuße von bis zu 45 000 Euro vor. Die Justiz muss allerdings nachweisen, dass die Betroffenen das Alter des Mädchens kannten. Die Affäre um Ribéry und Benzema war im Frühjahr 2010 bekanntgeworden.
Das Escort-Girl hatte im Polizeiverhör ausgesagt, sie habe als Minderjährige 2008 mit Benzema und 2009 mit Ribéry Sex gegen Bezahlung gehabt. Die Profis hätten ihr Alter allerdings nicht gekannt.
dpa
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