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FC Oberneuland gegen BVB: 0,5 Prozent Chance

Bremen - Einmal im großen Weserstadion spielen. Für die Viertliga-Fußballer vom FC Oberneuland wird sich am Samstag dieser Wunsch erfüllen. In der ersten Runde des DFB-Pokals empfängt der Verein aus dem noblen Bremer Stadtteil Oberneuland ausgerechnet Double-Sieger Borussia Dortmund.

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«Ein absolutes Traumlos. Besser hätte die Auslosung nicht laufen können», sagt Oberneulands Trainer Peter Moussalli. Für diese Partie nahmen die Amateure sogar in Kauf, den Heimvorteil abzugeben. Das heimische Stadion am Vinnenweg ist mit einem Fassungsvermögen von 5000 Zuschauern viel zu klein. Die Bremer ziehen, auch dank finanzieller Unterstützung des BVB, ins Weserstadion um, in dem sonst die Bundesliga-Kicker von Werder auflaufen. «Wir rechnen mit 20 bis 25 000 Fußball-Fans. Darunter mindestens 15 000 Anhänger von Borussia Dortmund», meint FCO-Präsident Holger Micheli.

0,5 % Chance

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Nils Laabs (r) vom FC Oberneuland kämpft 2009 mit dem Hoffenheims Chinedu Obasi um den Ball. Foto: Carmen Jaspersen

Trainer Moussalli hat mit dem Austragungsort keine Probleme. Im Gegenteil. Der 40-Jährige erklärt: «Aus sportlicher Sicht wäre es sicherlich ein kleiner Vorteil, wenn wir auf unserer Anlage spielen würden. Aber die Vorfreude, vor 25 000 Zuschauern im Weserstadion zu spielen, ist dreimal so groß. Da geben wir den kleinen Vorteil gerne aus der Hand.»

Eine Chance gegen die beste deutsche Mannschaft der vergangenen beiden Jahre rechnet sich ohnehin niemand aus. «Wenn wir 500-Mal gegen Dortmund spielen, werden wir 499-Mal verlieren. Aber vielleicht ist ja am Samstag Spiel Nummer 500«, hofft Moussalli und ergänzt: «Realistisch gesehen würde ich mal schätzen, dass die Chance bei 0,5 bis ein Prozent liegt. Wenn überhaupt. Denn es wäre vermessen, wenn ich uns mit den Dortmundern vergleiche.»

Allerdings brachte der norddeutsche Regionalligaclub im DFB-Pokal schon einige Profi-Teams in Schwierigkeiten. Der SC Freiburg und Hoffenheim 1899 siegten jeweils nur mit größter Mühe. 2008 schaltete der FCO sogar den Zweitligisten TuS Koblenz im Elfmeterschießen aus. Jedoch ist der Pokalsieger von 2012 ein anderes Kaliber. Für Präsident Micheli wäre es daher bereits ein Erfolg, die Niederlage so knapp wie möglich zu halten: «Ich hoffe, dass wir im Spiel gut aussehen. Dass wir gewinnen, daran denke ich natürlich nicht.»

dpa

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