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FC Bayern will mehr als Titelchen

München - Die Schmach vom Mai ist abgehakt, nach zwei enttäuschenden Spielzeiten will es der FC Bayern München allen zeigen.

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«Wir haben sehr gut eingekauft. Wir haben einen sehr guten und ausgeglichenen Kader», sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes mit demonstrativer Gelassenheit vor dem Pokal-Derby am Montag bei Jahn Regensburg.

Bereit

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Die Mannschaft vom FC Bayern München ist Titelhungrig. Foto: Tobias Hase

Das Selbstbewusstsein ist zurück beim deutschen Rekordmeister, und das soll erst einmal der Fußball-Zweitligist zu spüren bekommen - quasi als Warnschuss für die nationale Konkurrenz. Auch ohne den wahrscheinlichen Top-Neuzugang Javier Martinez.

Die Tiefschläge der vergangenen Saison mit dem bitteren Höhepunkt des Drama dahoam beim Finale in der Champions League sind Vergangenheit, beteuern alle Bayern-Verantwortlichen. «Ich spüre bei den Spielern, dass das, was vorbei ist, zurückliegt und abgehakt ist», sagte Heynckes. Nur noch das Hier und Jetzt soll zählen - selbst die erhoffte Verpflichtung von Spaniens Mittelfeldakteur Martinez interessierte Heynckes im Vorfeld des Pokal-Derbys ganz und gar nicht. Für geschätzte 40 Millionen Euro soll der spanische Mittelfeldspieler Martinez geholt werden - doch Heynckes redet über Regensburg.

Wie es in dieser Saison gehen könnte, zeigten die Münchner mit dem Supercup-Erfolg gegen Dauer-Gegner Dortmund. «Das war Balsam für die bayerische Seele», freute sich Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge über den ersten Sieg nach zuletzt fünf Niederlagen in Serie gegen den Kontrahenten aus dem Ruhrgebiet. Das Titelchen zum Saison-Einstand zählt aber nur, wenn die Münchner auch in Pokal und Meisterschaft nachlegen können. «Dass wir Chancen ausgelassen haben, weiß jeder. Aber es kommen neue», sagte Torhüter Manuel Neuer der «Welt am Sonntag». «Wir wollen national wieder die Nummer eins werden.»

Eine böse Überraschung soll im Derby um jeden Preis vermieden werden. «Die werden sicher über ihre Verhältnisse spielen», warnte Heynckes seine Profis. «Das muss man sehr ernst nehmen. Wir überlassen nichts dem Zufall, wir wollen dieses Spiel gewinnen und in die nächste Runde einziehen.» Nicht auszudenken: Eine Pleite - und die ganze schöne Aufbruchstimmung um Sport-Vorstand Matthias Sammer wäre schon wieder dahin.

Wie engagiert die Oberpfälzer gegen den Top-Favoriten zu Werke gehen wollen, ließ Trainer Oscar Corrochano erkennen: «Wer da noch motiviert werden muss, dem ist nun wirklich nicht zu helfen.» Jahn-Sportchef Franz Gerber räumt aber trotz des finanziellen Zugewinns ein: «Lieber wäre mir ein schlechter Zweitligist gewesen.» Stattdessen kommt ein aufgerüsteter, bis in die Haarspitzen motivierter Spitzenclub.

dpa

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