Donnerstag, 23. August 2012 / 15:35 Uhr
Dortmund - Hans-Joachim Watzke hat in der Diskussion um den neuen Trikotsponsor von Bundesliga-Konkurrent Werder Bremen Stellung bezogen.
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Vor dem Saison-Auftaktspiel gegen die Norddeutschen am Freitag äußerte der Geschäftsführer des deutschen Fußballmeisters Borussia Dortmund in einem Interview der Tageszeitung «taz» nur bedingt Verständnis für die Proteste einiger Werder-Fans, die dem Fleischproduzenten Wiesenhof industrielle Massentierhaltung vorwerfen.
Laut Geschäftsführer Watzke wurden in vergangenen Jahren «ein halbes Dutzend Sponsoren abgelehnt». Foto: Caroline Seidel
«Fußball ist in Deutschland ziemlich demokratisch organisiert. Es gibt nicht die Finanztycoons, die sich Vereine kaufen und dort regieren. Wer in einem Fußballverein Gehör finden will, hat eine einfache Möglichkeit: Mitglied werden. Dann kann er mitreden und mitentscheiden», kommentierte Watzke.
Auf die Frage, wo die Grenze für Sponsoren liege und ob die Borussia mit dem Logo eines Rüstungskonzerns auflaufen würde, antwortete Watzke: «Ein Rüstungskonzern ist für mich nicht per se schlecht. Einen Sponsor nur deshalb abzulehnen, fände ich albern.»
Die Ausschlusskriterien für die Zusammenarbeit mit einem Sponsor sieht er woanders: «Sponsoren, die nachweislich von Kinderarbeit profitieren oder im Pornografie-Geschäft sind, kommen zum Beispiel nicht in Frage.» Laut Watzke hat die Borussia in den vergangenen Jahren «ein halbes Dutzend Sponsoren abgelehnt».
dpa
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