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Umjubeltes Traumduo: Dortmund feiert Götze und Reus

Dortmund - Der Meister zeigte ungewohnte Schwächen, schöpfte aber neuen Mut. Die Gala von Neuzugang Marco Reus (11.) und der Siegtreffer von Mario Götze (81.) zum glücklichen 2:1 (1:0) über Werder Bremen sorgten beim Titelverteidiger für prächtige Stimmung.

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«Ein Tor von Reus, ein Tor von Götze - zwei Dortmunder Jungs, Wahnsinn», kommentierte Trainer Jürgen Klopp. Und selbst Dirk Nowitzki geriet ins Schwärmen. «An Götze und Reus wird der BVB noch ne Menge Spaß haben», twitterte der Basketball-Star nach dem schwer erkämpften Sieg der Borussia.

Traumduo

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Marco Reus (l) und Torschütze Mario Götze jubeln nach dem Treffer zum 2:1. Foto: Marius Becker

Der Auftritt des in der Dortmunder Jugend groß gewordenen Traumduos machte den holprigen Start des Titelverteidigers in die 50. Jubiläumssaison der Bundesliga vergessen. Mit seinem Tor nur drei Minuten nach seiner Einwechslung schlüpfte Götze erstmals seit langer Zeit wieder in die Rolle des Hauptdarstellers. Kumpel und Sturmkollege Reus (11.) freute sich mit dem Matchwinner: «Man kann gar nicht beschreiben, was das für ihn bedeutet. Mario hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Beim Torjubel hätten ihn alle fast erdrückt.»

Soviel Rampenlicht hatte Götze zuletzt nach seinem Siegtreffer zum wichtigen 1:0 beim Titelrivalen FC Bayern am 19. November 2011 erlebt. Wenige Wochen später setzte ihn eine Schambeinentzündung monatelang außer Gefecht. Wenig verheißungsvoll begann auch die neue Saison, weil eine Bindehautentzündung über Wochen die Vorbereitung störte. Götze stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben: «Dass es so gelaufen ist, ist für mich persönlich sehr wichtig. Dieses Tor war eine Befreiung.»

Es passte ins Bild von einem perfekten Fußball-Abend, dass Trainer Klopp ein Ende des ledigen Reservistendaseins ankündigte: «Mario ist schon weit und könnte jetzt schon eine Halbzeit spielen. Nach der nächsten Länderspielpause ist er definitiv wieder komplett fit.»

Die Aussicht auf gemeinsame längere Shows von Reus und Götze lässt das Herz aller Fußball-Ästheten höherschlagen. Schließlich deutete auch der 17 Millionen Euro teure Einkauf aus Mönchengladbach gleich im ersten Bundesliga-Spiel für seinen neuen Club an, dass er perfekt in die Spielsystem der Borussia mit Hochgeschwindigkeits-Fußball passt. «Das war ein typisches Reus-Tor, er hat einen Kompass in sich, wo er den Ball hinschieben muss», lobte Klopp. Ähnlich euphorisch kommentierte der Nationalspieler sein Debüt im BVB-Trikot: «Ich hatte richtig Gänsehaut beim Einlaufen. Es hat sehr viel Spaß gemacht.»

Die Tore der beiden jungen Dortmunder Ballkünstler brachten die Gäste um den verdienten Lohn harter Arbeit. Anders als beim 2:4 in Münster deuteten die Norddeutschen vor allem in der ersten Halbzeit an, dass nach umfangreichen Umbauarbeiten am Kader wieder mit ihnen zu rechnen ist. Der starke Auftritt seiner Mannschaft tröstete Trainer Thomas Schaaf ein wenig über die Niederlage hinweg: «Natürlich sind wir enttäuscht, weil wir heute etwas verdient hätten. Aber aus diesem Spiel nehmen wir unheimlich viel Positives mit.»

Auch ohne den Glanz vergangener Tage verbesserten die Dortmunder ihre Serie auf 29 Ligapartien ohne Niederlage und erwiesen sich diesmal dank fast optimaler Chancenauswertung als Meister der Effektivität. Werder-Stürmer Marko Arnautovic trauerte der vergebenen Chance nach, die Jagd des BVB auf den Rekord des Hamburger SV (36 Spiele) zu stoppen: «Wir haben sehr gut Fußball gespielt und gezeigt, was wir können. Zwei Chancen - und dann so etwas. Dortmund hatte einfach Glück.»

dpa

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