Donnerstag, 30. August 2012 / 13:42 Uhr
Bremen - Eljero Elia besitzt nicht den besten Ruf. Der niederländische Fußballprofi des SV Werder Bremen galt nach dem verheißungsvollen Start beim Hamburger SV schnell als Problemprofi.
anzeige
Er lasse kein Fettnäpfchen aus, hieß es, nachdem er den Club im Unfrieden verlassen hatte. Doch der 25-Jährige kämpft gegen das schlechte Image - und am Samstag im Nordderby der Fußball-Bundesliga erstmals gegen seinen ehemaligen Verein.
Über den HSV mag Elia vor dem brisanten Duell nicht mehr viel sagen. «Ich bin jetzt Bremer, da freue ich mich sehr», betonte der Flügelflitzer. Mit dem Thema Hamburg habe er «abgeschlossen». Zugleich kündigte er aber auch an: «Ich gebe alles, um ein Tor zu erzielen. Und wenn das nicht reicht, auch zwei Treffer.»
Ein Sieg mit Elia-Toren wäre für den Offensivspieler eine besondere Genugtuung. Wichtig ist dem Niederländer allerdings auch, seinen Ruf außerhalb des Platzes aufzupolieren. In Bremen hat er sich bisher nicht als böser, sondern als braver Bub präsentiert. Die Werder-Verantwortlichen loben Elia als netten und unkomplizierten Profi. «Er ist fleißig und seriös in seiner Arbeit», betonte Clubchef Klaus Allofs.
«Es stimmt nicht, dass ich schwierig bin», versicherte Elia, der nach einem verlorenen Jahr bei Juventus Turin mit nur vier Einsätzen einen Neuanfang versucht. «Als Persönlichkeit gehe ich gestärkt aus diesem Jahr heraus. Ich habe durch die Situation sehr viel gelernt und nehme für mich einiges mit.»
Die Bremer bewiesen mit ihrem teuersten Transfer in dieser Saison viel Mut. Trotz einiger kostspieliger Flops investierte Werder 5,5 Millionen Euro für Elia; abhängig vom sportlichen Erfolg können zwei weitere Millionen fällig werden. Angesichts der zweiten Saison ohne internationalen Wettbewerb ist das viel Geld.
Werder hat mit schwierigen Typen gute Erfahrungen gemacht. Ailton, Johan Micoud oder Diego gelten als gelungene Risiko-Einkäufe. Mit den Champions-League-Millionen holte Allofs allerdings auch Spieler wie Carlos Alberto, Wesley oder Marko Arnautovic, die Beispiele für die misslungenen Transfers der zurückliegenden Jahre sind. Mit Elia steht daher auch Allofs' Einkaufspolitik unter besonderer Beobachtung.
Dass ausgerechnet der schwierige Arnautovic ein Freund von Elia ist, passt irgendwie zum Bild des in Turin gescheiterten Niederländers. Bisher haben sich die beiden Außenbahnspieler, die schon bei Twente Enschede zusammengespielt haben, jedoch tadellos verhalten. «Ich bin ein ganz normaler Junge», beteuerte Elia.
Beim Neuanfang in Bremen geht es auch um die Fortsetzung seiner stockenden Karriere in der Elftal. «Ich möchte mich über Werder wieder für die Nationalmannschaft empfehlen», sagte Elia. Eine starke Leistung gegen den HSV wäre eine passende Bewerbung.
dpa
1 Kommentar | Kommentare verstecken
Nie mehr die Bundesliga - Spiele verpassen: ab sofort bietet Ihnen fussball.com kostenlos an jedem Spieltag der 1. und 2. Fussball Bundesliga einen Live-Ticker.
Erich Ribbeck: Konzepte sind Kokolores.
1. kxkcqb schrieb am 27.11.2012 um 05:39:37:
m5Pljq daslcelmaovf, [url=http://ohchcapzvotv.com/]ohchcapzvotv[/url], [link=http://nmxingdzdqyp.com/]nmxingdzdqyp[/link], http://pkeqhaybujig.com/
Kommentar schreiben