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Eintracht-Juwel Rode: Abräumer mit Spielverständnis

Frankfurt/Main - Die Zeiten, als Sebastian Rode mit seiner Freundin Johanna unerkannt durch Frankfurt schlendern konnte, sind vorbei. Mit seinen tollen Auftritten in dieser Saison ist der Mittelfeldabräumer der Eintracht zum Star beim Bundesliga-Rückkehrer avanciert.

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«Es ist anders als vor anderthalb Jahren. Jetzt werde ich erkannt», beschreibt Rode die für ihn ungewohnte Situation. Der 21-Jährige wird von den Vereinsfunktionären geschätzt und von den Fans geliebt. Club-Boss Heribert Bruchhagen adelte Rode bereits als besten Eintracht-Spieler der vergangenen zehn Jahre, und auch Trainer Armin Veh hält große Stücke auf den Blondschopf. «Er hat einen riesen Sprung gemacht gegenüber dem Vorjahr, obwohl er schon da gut gespielt hat», lobt Veh den U 21-Nationalspieler.

Verhandlungssache

Foto: dpa Bild vergrößern

Frankfurts Sebastian Rode (r) freut sich mit seinem Teamkollegen Takashi Inui. Foto: Daniel Karmann

Rode hört so etwas natürlich gern, will die Lobeshymnen jedoch nicht überbewerten. «Ich bilde mir nichts darauf ein und hebe nicht ab. Das Umfeld hält mich am Boden, die Familie, Freunde, die Freundin. Ich weiß, wie schnell es im Fußball nach oben gehen kann - und nach unten», sagt er.

Rode stand in seiner noch jungen Karriere nicht immer auf der Sonnenseite. In der Saison 2009/10 zog sich der bescheidene Profi, damals noch im Trikot des Drittligisten Kickers Offenbach, einen Kreuzbandriss zu. Sieben Monate musste er pausieren und verpasste dadurch auch die U 20-Weltmeisterschaft.

Im Sommer 2010 wechselte er zur Eintracht, wo er den nächsten Nackenschlag einstecken musste. Ein in der Vorbereitung erlittener Knorpelschaden legte ihn für weitere vier Monate lahm. «Damals hatte ich viele schlaflose Nächte», sagt Rode im Rückblick.

Unter Veh blühte Rode in der Vorsaison dann auf und trug maßgeblich zum Aufstieg der Frankfurter bei. Mittlerweile ist er aus dem Spiel des kecken Bundesliga-Rückkehrers nicht mehr wegzudenken. Die bärenstarken Auftritte des defensiven Mittelfeldspielers, der sich durch Spielverständnis und Offensivdrang auszeichnet, haben Begehrlichkeiten auch bei der Konkurrenz entwickelt.

Sportdirektor Bruno Hübner will den bis 2014 gültigen Vertrag mit Rode daher so schnell wie möglich verlängern. Doch die Gespräche sind ins Stocken geraten. «Für die Karriereplanung von Rode ist das eine entscheidende Phase. Da müssen wir von der Eintracht akzeptieren, dass er ein bisschen länger nachdenken will», sagte Hübner in einem Interview der «Frankfurter Rundschau».

Einen vorzeitigen Wechsel des Juwels, das nicht nur von Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler als kommender Nationalspieler angesehen wird, schloss Hübner aus: «Rode hat noch einen Zweijahresvertrag, und in diesen beiden Jahren werden wir ihn nicht abgeben. Da sind wir nicht kompromissbereit.»

Was danach kommt, steht in den Sternen. Denn Rode, der schon im Alter von vier Jahren beim SKV Hähnlein mit dem Fußballspielen begann, hat große Ziele. Er will international spielen, «am liebsten Champions League». Das wird ihm die Eintracht nicht bieten können.

Homepage Sebastian Rode

dpa

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1 Kommentar | Kommentare verstecken

1. auxplyhm schrieb am 06.04.2013 um 18:01:11:

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