Mittwoch, 26. September 2012 / 11:49 Uhr
Bremen - Werder Bremen ist auf dem Transfermarkt endlich wieder ein echtes Schnäppchen gelungen. Der Belgier Kevin de Bruyne hat sich sofort einen Stammplatz beim Fußball-Bundesligisten erkämpft und begeistert die Werder-Fans.
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Nicht nur bei seinen beiden Bundesliga-Toren bewies der 21 Jahre alte Profi bereits sein außergewöhnliches Talent. Die Freude über den Coup ist aber begrenzt - denn im kommenden Jahr muss de Bruyne auf jeden Fall wieder zurück nach England.
Das im Sommer abgeschlossene Geschäft der Bremer mit dem FC Chelsea ist eindeutig: De Bruyne wurde für geschätzte eine Million Euro für eine Saison ausgeliehen, eine Kaufoption wurde zwischen Bremen und Chelsea nicht vereinbart. Und der junge Belgier hat den Werder-Anhängern schon frühzeitig die Hoffnung geraubt, er könne länger bleiben.
«Ich weiß, dass ich zurück muss», sagte er in der «Bild»: «Es gibt leider keine Chance für Werder, die Ausleihe auszuweiten.» Sollte der Champions-League-Sieger im Sommer noch keine Verwendung für de Bruyne haben, würde der 21-Jährige zwar noch einmal ausgeliehen, allerdings nur innerhalb der englischen Premier League: «Mich noch mal ins Ausland zu verleihen, kommt für Chelsea nicht infrage.»
Werder-Clubchef Klaus Allofs, der den Belgier Anfang August in London losgeeist hatte, bestätigte: ««Das wird wohl der Weg sein. So, wie Kevin es gesagt hat, sieht es aus.» Allofs schob indes nach: «Der Fußball verändert sich manchmal so schnell. Wer weiß jetzt, was am Ende der Saison ist?»
Das Kuriose ist: Je besser der Belgier bei Bremen spielt, desto unwahrscheinlicher ist ein Verbleib beim Bundesligisten. Und er spielt schon ziemlich gut, war in der Heimpartie gegen Stuttgart in seinem vierten Bundesligaspiel der beste Bremer.
Trainer Thomas Schaaf schwärmt von seinem neuen Spieler. «Er hat bisher viele Dinge gut gemacht, kann tolle Pässe spielen», sagte der Coach. «Er will etwas prägen.» Schaaf erwartet aber noch mehr von dem jungen Spieler: «Es schlummert noch viel Potenzial in ihm. Er kann noch dominanter, noch stärker auftreten.»
Vor allem beim Zusammenspiel mit seinen Kollegen sieht Schaaf noch Verbesserungsmöglichkeiten. «Man merkt, dass das alles noch nicht so abgestimmt ist, weil er auch spät dazugekommen ist», erklärte der Werder-Coach. Wie es aussehen kann, zeigte de Bruyne bei seinem Tor gegen Stuttgart, als er traf, nachdem der einen perfekten Doppelpass mit Nils Petersen gespielt hatte.
Der Profi mit dem Gesicht eines Milchbubis hat trotz seiner Jugend schon viel Erfahrung. Mit 17 debütierte er für KRC Genk in der Jupiler League, bestritt bereits 96 Partien in Belgiens höchster Klasse. Im Januar zahlte Chelsea rund zehn Millionen Euro für das Talent und lieh in zugleich bis zum Saisonende an Genk aus. Dass er sich dann aber in der Saisonvorbereitung des Londoner Clubs nicht durchsetzen konnte, war Werders Glück.
dpa
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