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Bayer hofft auf Wende - Rückendeckung für Weinzierl

Augsburg - Für Jubel war bei Bayer Leverkusen nach dem ersten Auswärtssieg der Saison kein Platz. Sportchef Völler sah eine «Durchschnittsleistung», aber die reichte gegen völlig überforderte Augsburger. Bei den Schwaben erhielt Trainer Weinzierl Rückendeckung.

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Selbst die umstrittenste Szene störte am Ende niemanden mehr. «Es war ein Tor, weil es der Schiedsrichter gegeben hat», resümierte Augsburgs Mittelfeldspieler Daniel Baier nach der 1:3 (0:3)-Heimpleite der Schwaben gegen Bayer Leverkusen. Zwar konnte man durchaus Zweifel haben, ob der Kopfball (7. Minute) von Bayer-Stürmer Stefan Kießling tatsächlich die Linie überschritten hatte. Doch letztlich war es egal: Praktisch schon zur Pause war für die Gäste der erste Auswärtsdreier der Saison unter Dach und Fach. Und Schlusslicht Augsburg muss weiter auf den ersten Sieg warten.

Augsburg

Foto: dpa Bild vergrößern

Präsident Walther Seinsch (r) steht weiter zu Trainer Markus Weinzierl. Foto: Stefan Puchner

«Ich bin mir sicher, dass der Ball nicht komplett hinter der Linie war», beklagte FCA-Keeper Mohamed Amsif die entscheidende Szene. Sein Trainer Markus Weinzierl erinnerte kurz: «Mit dem Treffer waren alle taktischen Überlegungen zunichte.» Doch das war es dann auch schon: Dass der Europa-League-Teilnehmer an diesem Mittwochabend einen glanzlosen Sieg verbuchen würde, stand eigentlich nie außer Frage: Zu harmlos agierten die Hausherren nach vorne, und hinten leisteten sie sich immer wieder haarsträubende Fehler.

Wie beim 0:1, als FCA-Profi Gibril Sankoh mit einem Fehlpass das Unheil einleitete. Anders als beim nicht belohnten Sturmlauf gegen Gladbach nahmen die Rheinländer die Einladungen der Schwaben an und machten durch Philipp Wollscheid (39.) und André Schürrle (44.) alles klar. «Das war wirklich effizient», lobte Trainer Sascha Lewandowski. «Wir kommen vielleicht sieben, acht Mal nach vorne - und machen drei Tore. Aber spielerisch war es nicht das, was wir leisten wollen.»

Freude hört sich anders an. «Das war eine Durchschnittsleistung, aber die hat uns gereicht», sagte denn auch Bayer-Sportchef Rudi Völler. «Wichtig sind die drei Punkte.» Angreifer Kießling, der in seinem 250. Bundesliga-Spiel traf, erkannte: «Das war kein gutes Spiel. Jetzt müssen wir am Samstag gegen Fürth wieder gewinnen. Dann kann man vielleicht sagen, dass es ein ordentlicher Start war.»

Leverkusen verhinderte den Fehlstart, dagegen stecken die erschreckend schwachen Schwaben in ihrem zweiten Bundesliga-Jahr am Tabellenende fest. «Wir müssen das schnell abarbeiten», mahnte Trainer Weinzierl - und betonte: «Wir müssen die individuellen Fehler abstellen, die uns das Leben sehr, sehr schwer machen.»

Zwar muss sich der Coach, der im Sommer einen Dreijahresvertrag bei den Schwaben erhalten hatte, trotz des Fehlstarts noch keine Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen. «Wir werden nicht unruhig, wir sind überzeugt von Markus Weinzierl», sagte Vorstandschef Walther Seinsch dem «Kicker». Doch Sport-Manager Manfred Paula mahnte: «Wir brauchen Punkte.» Das gilt - irgendwann - auch für Weinzierl.

dpa

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