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Bremens «Fast-Food-Fußballer» nehmen Mund nicht voll

Freiburg - Den SC Freiburg verputzt, aber jetzt kommt mit dem FC Bayern München ein großer Brocken. Die «Fast-Food-Fußballer» von Werder Bremen nahmen auch nach dem Ende der Punkte-Diätwochen in der Bundesliga den Mund nicht voll.

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«Das war nix für Feinschmecker heute», sagte Kapitän Clemens Fritz nach dem glücklichen 2:1 (0:1) und dem zweiten Saisonsieg im Breisgau. «Wir freuen uns auf das Spiel am Sonntag. Wir haben Respekt, aber verstecken brauchen wir uns nicht.»

Werder-Kapitän

Foto: dpa Bild vergrößern

Für Clemens Fritz (r) war der Sieg beim SC Freiburg nichts für Feinschmecker. Foto: Patrick Seeger

Die Gegentore durch Werders nigerianischen Neuzugang Joseph Akpala (47. Minute) und Aaron Hunt (59.) waren für die Gastgeber schwer zu verdauen. Viel mehr hatte Bremen allerdings in einer oft zerfahrenen Partie nicht aufzutischen. Jonathan Schmid hatte den SC vor 23 000 Zuschauern mit einem direkt verwandelten Freistoß (21.) in Führung gebracht.

Für ihr leidenschaftliches und nimmermüdes Anrennen in der Schlussphase hätten die Freiburger ein Sahnehäubchen in Form des Ausgleichs verdient gehabt: Doch Daniel Caligiuri traf nur den Pfosten und damit war das Spiel gegessen. «Stangenschuss», wie Bremens Torwart Sebastian Mielitz es für seine österreichischen Landsleute übersetzte. Und so endete die Serie des Sportclubs, der 2012 zu Hause bis dato nichts hatte anbrennen lassen und zehnmal ungeschlagen war.

«Das war eines der schwächsten Spiele, die wir gemacht haben», sagte Hunt zu der wenig schmackhaften Fußball-Kost seiner Mannschaft. «Dafür haben wir gewonnen.» Thomas Schaaf sah nach dem Abpfiff nicht aus, als leide er an Magengrimmen. «Wir sind heute mehr als froh, dass wir diese drei Punkte mitnehmen», meinte der Werder-Trainer. Gegen die Bayern wird freilich noch mehr Pfeffer im Spiel sein: Da ist von den Bremern Gourmet-Fußball gefordert. Mit Wurstigkeiten in der Abwehr kommt man gegen den Tabellenführer nicht weit.

Schaafs Kollege Christian Streich tobte nach dem Abpfiff wie ein Maître de Cuisine, dessen Küchenjunge das komplette Menu versalzen hat. Der SC-Coach ging wild gestikulierend auf Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer los, weil der nicht länger als gut drei Minuten hatte nachspielen lassen. Bei der Pressekonferenz zeigte der 47-Jährige dann wieder beste Manieren. «Der Herr Schiedsrichter», sagte Streich, «hat dem Torwart die Gelbe Karte wegen Spielverzögerung gezeigt. Und er hat dann - als der Ball nach dem Abstoß in der Luft ist - abgepfiffen.»

Ruhig wie bei einer gut vorbereiteten Tischrede fuhr Streich fort: «Das ist Ermessenssache, das ist seine Entscheidungshoheit.» Ansonsten sei es eine «sehr, sehr bittere Niederlage». Der nächste Gegner verheißt auch nichts Süßes. Vor dem Spiel am Sonntag bei den Shootingstars von Eintracht Frankfurt kann für die Freiburger nur die alte Fußballer-Floskel gelten: Mund abputzen, weitermachen!

dpa

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