Freitag, 28. September 2012 / 14:19 Uhr
Hamburg - An seinem 125. Geburtstag will der neue HSV den Stimmungsaufschwung nutzen und mit einem Dreier die Steilvorlage für eine rauschende Jubiläums-Gala geben.
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«Das wird eine tolle Show, die wir mit einem Sieg gegen Hannover 96 abrunden sollten. Dann wird es auch die beste Stimmung geben», betonte Trainer Thorsten Fink vor dem Nordderby am Samstag. Damit die abendlichen Feierlichkeiten beim Hamburger Renommierclub nicht getrübt werden, müsste sein Team den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen. Und das wird schwer, denn der ambitionierte «kleine HSV» hat dem großen Nordrivalen zuletzt in der Bundesliga und auch auf Europas Fußball-Bühne den Rang abgelaufen.
HSV-Trainer Thorsten Fink will den 125. Clubgeburtstag mit einem Sieg feiern. Foto: Marcus Brandt
«Es ist lange her, das wir einen Dreier aus Hamburg mitnehmen konnten. Das können wir diesmal ändern. Wir haben gegen den HSV gute Möglichkeiten», sagte Trainer Mirko Slomka, der den Ausfall von Leon Andreasen (Kreuzbandriss) verkraften muss. Der Nordnachbar freut sich auf Samstag, die Verantwortlichen sind zur Gala eingeladen und wollen dort ein Präsent überreichen. Geschenke auf dem Platz sind aber nicht vorgesehen. Deshalb mahnte Slomka eine stabile Abwehr an: «Wir dürfen uns nicht auswärts auskontern lassen. Das ist keine gute Idee.»
«Wer zu Hause Borussia Dortmund geschlagen hat, braucht auch vor Hannover keine Angst zu haben», meinte hingegen Fink, obwohl der HSV (4 Punkte) weit hinter den im Spitzenfeld platzierten Niedersachsen (10) liegt. Immerhin zeigte Finks Elf in Mönchengladbach (2:2) am Mittwoch die beste Leistung seit seiner Amtsübernahme vor knapp einem Jahr, gab aber den Sieg in der Nachspielzeit aus der Hand gab. «Nun müssen wir am Samstag drei Punkte mitnehmen», forderte der Coach.
Die Basis legen soll die zum dritten Mal nacheinander unveränderte Startelf, in der die nachverpflichteten Mittelfeldstrategen Rafael van der Vaart und Milan Badelj den Takt vorgeben. Die beiden Nationalspieler haben Teile der Millionenablösen schon durch Leistung zurückgezahlt. So gab der als Spielmacher lange vermisste Holländer bereits drei Torvorlagen und traf einmal selbst. Der Kroate Badelj bereitete einen Treffer vor und glänzte in Gladbach durch eine extrem hohe Ballsicherheit: 60 seiner 61 Pässe (98,3 Prozent) kamen an.
«Milan bestimmt das Spiel von hinten heraus. Er kann ein Spiel lesen und sein Puls geht niemals hoch. Genau so einen Mann haben wir gebraucht», lobte Fink. Allerdings haben die 96er in Szabolcs Huszti den bisherigen Top-Akteur der Saison im Kader: Der Ungar ist trotz einer Gelb-Rot-Sperre mit drei Toren und sieben Assists der Topscorer der Liga. Dennoch will Fink keinen Sonderbewacher für Huszti abstellen. Seine Begründung: «Hannover soll auf uns reagieren.»
Gelingt der zweite Heimsieg, könnte anschließend in der neben der HSV-Arena gelegenen o2-World ungezwungen gefeiert werden. Neben rund 200 ehemaligen und aktuellen HSV-ern werden zahlreiche Ehrengäste wie der Erste Bürgermeister Olaf Scholz, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und «Kaiser» Franz Beckenbauer erwartet. Und natürlich darf neben vielen anderen HSV-Größen auch Fußball-Idol Uwe Seeler nicht fehlen.
dpa
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Uli Stielike: Mal ist die Suppe dick, mal ist sie dünn... nur wenn nichts Flüssiges drin ist, gibt es einen ätzenden Geruch.
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