Freitag, 5. Oktober 2012 / 10:52 Uhr
Bremen - Mit 26 Jahren bereits der dienstälteste Spieler zu sein, ist für Fußball-Profi Aaron Hunt schon etwas merkwürdig. Doch die starke Verjüngung beim Bundesligisten Werder Bremen hat es möglich gemacht.
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Der Mittelfeldspieler steht seit knapp acht Jahren im Profi-Kader von Trainer Thomas Schaaf. «Es ist schon komisch. Aber ich bin nun mal am längsten dabei. Ich habe schon einige Spieler kommen und gehen gesehen», sagte Hunt der Nachrichtenagentur dpa.
Mit dem Bremer Umbruch sind allerdings auch die Erwartungen an den Spieler höher geworden. Vorbei sind die Zeiten, als bei Werder ein Per Mertesacker, ein Claudio Pizarro, ein Torsten Frings oder ein Naldo das Sagen hatten. Jetzt steht Hunt mit Kapitän Clemens Fritz an vorderster Stelle. «Wir haben eine junge Mannschaft, da ist es ganz normal, dass ich mehr Verantwortung übernehme. Das erwarte ich auch von mir», meinte der Offensivspezialist.
In der laufenden Saison zeigte der gebürtige Goslarer, dass er dem gewachsen ist. So wie beispielsweise am 2. Spieltag beim 2:0-Erfolg gegen den Hamburger SV. Hunt verschoss einen Elfmeter, trat jedoch im Laufe der Partie wieder an und verwandelte sicher. Dazu legte er das 2:0 durch Nils Petersen auf. Einen Spieltag später jagte er in Hannover den nächsten Strafstoß sicher ins Netz. Beim 2:1-Sieg in Freiburg markierte er den Siegtreffer. Hunt ist der Denker im Offensivspiel der Norddeutschen. «Er muss selbst an sich glauben. Das hat er nicht immer getan. Aber ich denke, dass das jetzt geschehen ist», analysierte Clubchef Klaus Allofs
Immer wieder gab es in der bisherigen Karriere des Eigengewächs Rückschläge. Immer wieder fiel er verletzungsbedingt monatelang aus. Erst war es das Knie, dann gab es Probleme an der Leiste. Zu Beginn das Jahres pausierte er mit Adduktoren-Probleme dreieinhalb Monate. «Eine wichtige Voraussetzung ist deshalb, dass Aaron gesundbleibt. Wir unterstützen ihn dabei und sagen ihm, dass er die Mannschaft führen kann. Er hat den nächsten Schritt gemacht», lobte Allofs.
Womöglich könnte Hunt bei konstant guten Leistungen sogar wieder an die Tür zur Nationalmannschaft anklopfen. Zwei Einsätze aus den Jahren 2009 und 2010 stehen bislang auf dem Konto des Akteurs. «Im Moment ist das eher kein Thema. Aber aufgegeben habe ich das noch nicht», sagte Hunt. Mit 26 Jahren ist der Familienvater im besten Fußball-Alter - auch wenn er an der Weser bereits zu den Alten zählt.
dpa
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