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Beckham vor Rückkehr in die Champions League

Paris - Nicht nur im neuesten Unterwäsche-Werbespot einer schwedischen Modekette macht David Beckham eine gute Figur. Auch sportlich hat der Glamour-Boy des Fußballs noch immer mehr zu bieten, als ihm vor seinem Engagement bei Paris Saint-Germain viele zugetraut hatten.

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«Es war nichts Neues, dass die Leute dachten, ich wäre geholt worden, um die Trikotverkäufe anzukurbeln. Das war schon in Manchester, Madrid und in Mailand so», sagte Beckham vor seinem möglichen Champions-League-Comeback im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Valencia. «Jedes Mal haben sie dann nach ein paar Spielen festgestellt, dass ich noch etwas kann», fügte Beckham cool hinzu.

Ungeduldig

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David Beckham kann die Rückkehr in die Champions League kaum erwarten. Foto: Yoan Valat

In seinen ersten drei Spielen für den französischen Tabellenführer hat der fast 38 Jahre alte Mittelfeldspieler deutlich bewiesen, dass er nicht nur medial, sondern auch sportlich eine Verstärkung ist. Deshalb dürfte er nach dreijähriger Pause am Mittwoch wieder auf Europas größter Fußball-Bühne auflaufen.

«Ich bin aufgeregt, wieder dabei zu sein. Ich fühle mich gut und kann es kaum erwarten, nach so vielen Jahren wieder ganz oben mitzuspielen», sagte Beckham. Den 2:1-Hinspielsieg hatte er noch von der Tribüne mitverfolgt.

Zuschauen muss diesmal stattdessen Zlatan Ibrahimovic. Der Pariser Ausnahmestürmer hatte in Valencia wegen eines groben Fouls in der Nachspielzeit die Rote Karte gesehen und wurde zwei Spiele gesperrt. Da auch Marco Verratti wegen seiner dritten gelben Karte ausfällt, könnte Beckham über ein halbes Jahrzehnt nach seinem letzten Startelfeinsatz für Real Madrid in der Saison 2006/2007 sogar von Beginn an im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden.

Auch PSG macht nach acht Jahren Abwesenheit wieder Eindruck in der Königsklasse. Mit sechs Siegen bei nur einer Niederlage haben die Pariser bislang die beste Bilanz aller Clubs im aktuellen Wettbewerb. Gegen einen Gegner, der mit großen Sorgen in der Abwehr anreist, will der Gruppensieger nun seine peinliche fünfte Saisonniederlage bei Aufsteiger Stade Reims am Samstagabend möglichst schnell vergessen machen. Dass Sportdirektor Leonardo die unangenehme Pleite mit den Worten «Unser Team ist weniger für die Liga, als für Europa gemacht» kommentierte, sorgte allerdings für Irritationen im Verein.

Die kritischen Begleittöne der Achtelfinal-Begegnung blenden die Verantwortlichen hingegen aus. Paris gegen Valencia - diese Paarung gäbe es nicht, wenn bereits die Regeln für das Financial Fair Play greifen würden. Damit will der Dachverband UEFA die finanzielle Maßlosigkeit im europäischen Vereinsfußball aufhalten. Valencia ist mit 400 Millionen hoch verschuldet, in der Primera Division ist der ehemalige Spitzenklub nur Mittelmaß. Wie PSG, das seit dem Einstieg von Investoren aus Katar vor zwei Jahren 248 Millionen Euro in den Transfermarkt pumpte, müssen sie künftig mit empfindlichen Strafen rechnen, wenn die Bilanzen nicht ausgeglichen werden.

Die Franzosen immerhin arbeiten bereits daran, ihre europäischen Rekordausgaben künftig durch reguläre Einnahmen zu decken. Seit der Verpflichtung von Ibrahimovic verzeichnete der Club Mehreinnahmen von 20 Prozent - ein Wert, der seit der Ankunft Beckhams abermals nach oben schnellte. Gemeinsam soll das Gespann, dem die Presse bereits den Namen «Beckhimovic» verpasst hat, den internationalen Erfolg nun ebenso stark steigern wie den Umsatz.

dpa

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