Freitag, 15. April 2005 / 12:54 Uhr
Hamburg - Nach einer magischen Fußball-Nacht darf Sporting Lissabon weiter vom UEFA-Cup-Finale im heimischen Stadion träumen. Die Portugiesen rissen mit einer furiosen Aufholjagd gegen Newcastle United ein schon verloren geglaubtes Viertelfinalspiel noch aus dem Feuer.
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Nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel und einem 0:1-Rückstand im Rückspiel durften die «Löwen» am Ende doch noch über die erste Halbfinal-Teilnahme seit 14 Jahren jubeln. «Die zweite Hälfte war herrlich, meine Spieler erhaben», frohlockte Trainer José Peseiro nach dem 4:1-Erfolg. «Im Angriff war Sporting wie eine Planierwalze», urteilte die Sportzeitung «A Bola».
Newcastles Bowyer (l) kannes nicht fassen - die Sporting-Spieler jubeln.
Im Halbfinale trifft Lissabon auf Aachen-Bezwinger AZ Alkmaar. Die Niederländer schalteten mit FC Villarreal den letzten spanischen Vertreter auf der europäischen Fußball-Bühne aus. Erstmals seit 15 Jahren hat sich damit kein Club aus der Primera Division für ein Europacup-Halbfinale qualifiziert. In der zweiten Vorschlussrunden- Begegnung (28. April/5. Mai) kämpfen der zweimalige Cup-Gewinner FC Parma und ZSKA Moskau um den Einzug ins Finale am 18. Mai im Estàdio José Alvalade von Lissabon.
Moskau verlor zwar 0:2 gegen AJ Auxerre, hatte das Hinspiel gegen die Franzosen aber mit 4:0 gewonnen. Die Russen stehen erstmals in der Vereinsgeschichte im Halbfinale eines europäischen Wettbewerbs. Stuttgart-Bezwinger Parma reichte gegen Austria Wien ein torloses Unentschieden, um nach dem 1:1 im Hinspiel auf Grund der Auswärtstor-Regel weiterzukommen. Einmal mehr sorgten in Italien Hooligans für Ärger. In einer Seitengasse vor dem Stadion kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Parma- und Austria-Fans sowie der Polizei.
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In Lissabon dagegen ging es auf dem Platz ordentlich zur Sache. Obwohl Dyer (20.) zunächst für die Führung der Engländer sorgte, lagen sich am Ende die Portugiesen in den Armen. «Souness musste zusehen, wie seine Newcastle-Truppe Selbstmord beging», schrieb die «Sun». Lissabons Rumäne Niculae (40.) schaffte den Ausgleich, ehe Sa Pinot (72.) und Beto (78.) binnen sechs Minuten die Fans in Entzücken versetzten. Rochemback machte in der Nachspielzeit alles klar.
Bereits nach einer Stunde hatte Newcastle das Auswechselkontingent erschöpft. «Wenn wir mit der Startelf hätten weiterspielen können, wäre es anders ausgegangen», führte Trainer Graeme Souness das bittere Aus vor allem auf das Verletzungspech seines Teams zurück. «Wir sind sehr enttäuscht. Alles hat sich gegen uns verschworen.» Und der «Daily Mirror» sah es ähnlich: «Das war ein Katastrophe».
dpa
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