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Sporting träumt von Heim-Finale

Hamburg - In Lissabon herrscht schon Endspielstimmung, in Parma die Angst vor einer Fortsetzung des riskanten Spagats zwischen Abstiegskampf und internationalem Geschäft.

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Der FC Parma wahrte mit dem 0:0 im Halbfinal-Hinspiel des UEFA-Pokals gegen ZSKA Moskau zwar seine Chance auf den dritten Europapokal-Sieg in den letzten zehn Jahren, doch das ist Nebensache für den Vorletzten der Serie A. Für Sporting Lissabon ist nach dem 2:1-Sieg gegen AZ Alkmaar das Final-Heimspiel am 18. Mai im Estadio José Alvalade indes greifbar nah.

Sporting Lissabon - AZ Alkmaar

Lissabons Liedson (r) grätscht Kenneth Perez von AZ Alkmaar vom Ball zu trennen.

Im Rückspiel am 5. Mai in den Niederlanden steht den Portugiesen jedoch noch ein heißer Tanz bevor. Aachen-Bezwinger Alkmaar hat noch kein Europapokal-Heimspiel verloren und ein wichtiges Auswärtstor erzielt. Denny Landzaat brachte die Mannschaft von Co Adriaanse in der 36. Minute in Führung. Der Kameruner Roudolphe Douala (37.) und der eingewechselte Chilene Pinilla Mauricio (80.) drehten den Spieß um.

«Sporting darf weiter vom Finale im eigenen Stadion träumen, der Optimismus hat jedoch einen Dämpfer bekommen», resümierte die Zeitung «Jornal des Notícias» am Freitag. Trainer José Peseiro rügte sein Team: «Das Gegentor gefällt mir gar nicht. Wir haben mehr mit dem Herzen als mit Köpfchen gespielt.»

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Taktisch klug verhielt sich die «Jugendmannschaft» des FC Parma gegen Champions-League-Absteiger Moskau. Trainer Pietro Carmignani war angesichts des überlebenswichtigen Serie-A-Heimspiels am Sonntag gegen Livorno ohne sieben Stammkräfte angetreten. «Das Niveau der Gegner wird immer größer, Parmas Durchschnittsalter immer kleiner», stellte die «Gazzetta dello Sport» fest. Carmignani («Der Cup ist unser Hobby») will Torjäger Alberto Gilardino auch in Moskau schonen, wo ZSKA alle UEFA-Cup-Partien der Saison ohne Gegentor gewonnen hat.

In der «Gazzetta dello Sport» wurde über das Spiel des UEFA-Cup-Siegers von 1995 und 1999 erst auf Seite 8 berichtet. Für mehr Wirbel sorgte ein im italienischen Fernsehen ausgestrahlter Beitrag über ein vermeintliches Dopingvergehen des früheren Parma-Abwehrrecken Fabio Cannavaro. Darin ist zu sehen, wie sich der heutige Juve-Verteidiger vor dem UEFA-Cup-Endspiel 1999 gegen Olympique Marseille eine Spritze setzen lässt. Dabei soll es sich um das leistungssteigernde Kreatin-Phosphat Neoton gehandelt haben, das nicht auf der Liste der verbotenen Substanzen steht.

Cannavaro kommentierte die Szene damals mit den Worten: «Schaut, wie tief wir gesunken sind. Ich bin 25, und sie sind dabei mich umzubringen.» Er habe damals lediglich einen Spaß gemacht, meinte der Kapitän der Nationalmannschaft nun zu dem plötzlich aufgetauchten Video. Das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) will dennoch Ermittlungen einleiten.

dpa

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