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Pflichtspiel-Debüt für van der Vaart

Hamburg - Der Hamburger SV freut sich auf das Pflichtspiel-Debüt von Rafael van der Vaart, dem VfL Wolfsburg droht vier Wochen vor dem Start der Fußball-Bundesliga die erste große Enttäuschung.

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Während das Weiterkommen der Hamburger im UI-Cup nach dem 4:1-Sieg im Hinspielin Skopje gegen Pobeda Prilep nur noch Formsache ist, benötigen die Niedersachsen im Arnold-Schwarzenegger-Stadion bei Sturm Graz nach dem 2:2 vor einer Woche einen Kraftakt. «Wir müssen aggressiver sein als im Hinspiel, mehr Zweikämpfe gewinnen, früher attackieren und den Gegner zu Fehlern zwingen», sagte Trainer Holger Fach, der vor seiner ersten großen Bewährungsprobe als VfL-Coach steht.

HSV-Debütant

Auf einer Pressekonferenz des HSV lächelt Rafael van der Vaart.

Dabei kann Fach nahezu auf sein komplettes Personal zurückgreifen. Auch der Däne Thomas Rytter, den zuletzt Kapselprobleme plagten, sowie der Bulgare Martin Petrow (Zehenverletzung) sind mit an Bord. «Verletzt ist keiner. Auch Petrow und Rytter haben trainiert», berichtete Fach, der nur auf den Dauerverletzten Marian Hristow und Nationalspieler Mike Hanke verzichten muss. Der Millionen-Zugang vom FC Schalke 04 ist nach dem Confederations Cup in Urlaub. Hanke würde im Falle des Weiterkommens in der dritten Runde bei der Partie gegen den Sieger aus Lombard Papa FC/Ungarn gegen IFK Göteborg/Schweden eingreifen.

Ausgerechnet vor dem wichtigen Spiel gegen Graz geht auch die unendliche Geschichte um einen möglichen Wechsel des Bulgaren Petrow weiter. «Petrow ist trotz seiner Situation bestens motiviert und es gibt keine Probleme mit ihm», sagte Fach angesichts des Werbens von Atletico Madrid um den Freistoß-Spezialisten. Deportivo La Coruna hat als zweiter spanischer Club seine Fühler nach VfL-Regisseur Andres D'Alessandro ausgestreckt.

Beim Hamburger SV freuen sich Trainer Thomas Doll und Sportchef Dietmar Beiersdorfer auf das Pflichtspiel-Debüt des mehr als fünf Millionen Euro teuren Neuzugangs Rafael van der Vaart. «Er muss sich an die Kollegen gewöhnen», sagte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer am Freitag. Beim 6:0 im Testspiel gegen den Verbandsligisten VfL Pinneberg ließ der niederländische Nationalspieler sein Können bereits aufblitzen, doch ein Maßstab war die Partie gegen den Fünftligisten nicht. «Das sah schon ganz gut aus», bewertete Beiersdorfer trotzdem.

Im 20 000 Zuschauer fassenden Gradski-Stadion in der mazedonischen Hauptstadt Skopje soll sich aber nicht nur van der Vaart gegen den Meister von 2004 in Form bringen. «Jeder muss sich Fitness holen und Wettkampfpraxis sammeln», forderte Beiersdorfer. «Wir wollen dort gewinnen und uns für die Meisterschaft einspielen.» Am Samstag beginnt die Reise nach Mazedonien, am Montag geht es weiter ins Trainingslager nach Going in Österreich. Zwar planen die Hanseaten, die endlich auf ihre Nationalspieler zurückgreifen können, schon jetzt die dritte Runde (16. und 23. Juli) gegen Uniao Leiria, doch Neuzugang Guy Demel warnte: «Beim Fußball gibt es immer Überraschungen.»

Unterdessen geht der Poker um den Belgier Emile Mpenza, den Argentinier Bernado Romeo und dessen Landsmann Cristian Ledesma weiter. Vor allem die beiden Südamerikaner will der HSV gerne von der Gehaltsliste streichen, um Geld für die Verpflichtung des kamerunischen Fußball-Nationalspielers Timothee Atouba von Tottenham Hotspur zu haben. «Bislang nichts Neues», sagte Beiersdorfer.

dpa

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