Mittwoch, 13. Juli 2005 / 15:36 Uhr
Mainz - Der FSV Mainz 05 fiebert dem Abenteuer Europa entgegen. «Wir können gleich ein Zeichen setzen und das positive Image des Vereins noch steigern», sagt Präsident Harald Strutz vor dem ersten Auftritt des Bundesligisten auf der internationalen Fußball-Bühne.
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Mit dem armenischen Vizemeister FC MIKA Aschtarak haben die Mainzer in der ersten Qualifikationsrunde zum UEFA-Cup eine lösbare Aufgabe vor sich. «Wir wollen so lange wie möglich dreifach mit Bundesliga, DFB-Pokal und UEFA-Cup belastet sein», sagt Trainer Jürgen Klopp.
Jürgen Klopp freut sich auf die Herausforderung Aschtarak.
Für die Europapokal-Premiere verlassen die Rheinhessen sogar ihr gewohntes Terrain im nur 10 000 Sitzplätze bietenden Bruchwegstadion und wechseln in die Heimstatt des Erzrivalen Eintracht Frankfurt, die neu erbaute Commerzbank-Arena. Hier finden fast 50 000 Zuschauer einen Sitzplatz. Doch so viele werden nicht kommen. Der Club rechnet mit gut 25 000 Zuschauern. Für Klopp ist das Interesse gegen einen unbekannten Verein wie Aschtarak eine «absolute Sensation» und er erwartet, «dass wir ein richtiges Fest daraus machen. Alles was zwei Beine hat, muss nach Frankfurt. Es soll nachher keiner sagen, er habe was verpasst».
Verdient haben sich die Mainzer den Vorstoß nach Europa durch ihr vorbildliches Verhalten in der ersten Bundesliga-Saison auf und neben dem Platz. Nicht zuletzt wegen der vorbildlichen Fans und der attraktiven Spielweise gewannen die 05er die Fair-Play-Wertung. Doch um in die Gruppenphase des UEFA-Cups zu kommen sind zwei Qualifikations- und eine Hauptrunde erfolgreich zu bestehen. Das wäre das richtige Geschenk zum 100. Geburtstag des Clubs in diesem Jahr.
Experimente geht der Mainzer Coach nicht ein. «Warum sollen wir uns unserer Sicherheit berauben», sagte Klopp und setzt auf das eingespielte Team der vergangenen Saison und das bewährte «Tannenbaum-System» mit der Formation 4-3-2-1. Den Neuzugängen Petr Ruman (Greuther Fürth) und Tom Geißler (Wacker Burghausen) bescheinigt der Trainer, nah dran zu sein. «Sie könnten sofort spielen», meinte der FSV-Coach und setzt sie trotzdem auf die Bank. Nicht zum Aufgebot gehören wird der prominenteste Zugang: Otto Addo (Borussia Dortmund) ist nach drei Kreuzbandrissen und einer Kniereizung noch nicht fit genug.
Klopp bleute seinem Personal ein, den Tabellenzweiten der armenischen Liga nicht zu unterschätzen. «Die können kicken, davon müssen wir ausgehen. Sie verdienen Respekt», meinte der Fußballlehrer. Doch die Informationen sind spärlich. «Die spielen ein 4-4-2-System, sind technisch versiert und wollen alles spielerisch erledigen», hat Klopp von Teammanager Axel Schuster und Spielebeobachter Peter Krawietz erfahren. Das Duo nahm den Gegner beim Spitzenspiel gegen FC Pjunik (0:0) vor Ort unter die Lupe. «Aschtarak weiß über uns auch nicht mehr. Das macht die Sache so richtig spannend», sagte Klopp.
Die voraussichtliche Mannschaftsaufstellung:
FSV Mainz 05: Wache - Abel, Friedrich, Noveski, Weigelt - Gerber, Babatz, da Silva - Niclas Weiland, Thurk - Auer
Schiedsrichter: Per Ivar Staberg (Norwegen)
dpa
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