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Internationale Premiere geglückt: Mainz siegt 4:0

Frankfurt/Main - Der FSV Mainz 05 hat seine Feuertaufe auf der internationalen Fußball-Bühne mit Bravour bestanden.

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Nach dem souveränen 4:0 (2:0) gegen den armenischen Vizemeister FC MIKA Aschtarak in Frankfurt kann der Elfte der zurückliegenden Bundesliga-Saison bereits für die zweite Qualifikationsrunde im UEFA-Pokal planen. Vor 22 000 Zuschauern im Ausweichquartier Commerzbank-Arena erzielten Neuzugang Petr Ruman (8.), Benjamin Auer (36./67.) und Nikolce Noveski (58.) die Tore für die Mainzer, die über die Fair Play-Wertung der UEFA in den Wettbewerb eingezogen waren. Das Rückspiel in zwei Wochen in Armenien sollte für das Team von Trainer Jürgen Klopp kein Hindernis auf dem angestrebten Weg in die Gruppenphase sein.

FSV Mainz 05 - FC MIKA Aschtarak

Der Mainzer Benjamin Auer (l) wird von zwei Spielern des FC MIKA Aschtarak gestoppt.

«Wir hätten noch das eine oder andere Tor mehr machen können. Aber wir sind erst seit drei Wochen wieder im Training, dafür war das großartig», lobte Klopp seine Elf. Trotz fehlender Matchpraxis nahmen die Mainzer das erste Europapokal-Spiel ihrer 100-jährigen Vereinsgeschichte mit dem gleichen Schwung in Angriff, der sie in ihrer ersten Bundesliga-Saison zu Sympathieträgern des deutschen Fußballs gemacht hatte. Das schnelle 1:0 durch den vom Zweitligisten Greuther Fürth an den Rhein gewechselten Ruman, der ein Zuspiel von Auer verwertete, verlieh den Aktionen der Gastgeber zusätzliche Sicherheit. Der 24-jährige Auer war in der Folgezeit auffälligster Akteur beim FSV, der es jedoch zunächst versäumte, aus seiner klaren Überlegenheit gegen den allenfalls drittklassigen Gegner weiteres Kapital zu schlagen.

Zwei Mal scheiterte Auer an MIKA-Keeper Garnik Hovhannisjan (26./33.), dann wurde ein Tor des Angreifers vom norwegischen Schiedsrichter Per Ivar Staberg wegen Foulspiels zurückgepfiffen (29.). Doch im vierten Anlauf traf der frühere U21-Nationalspieler dank der freundlichen Unterstützung des armenischen Schlussmanns. Als Hovhannisjan einen strammen Distanzschuss von Benjamin Weigelt nur abklatschen konnte, war Auer per Kopf zur Stelle. Auf der Gegenseite verlebte Dimo Wache im Mainzer Tor einen geruhsamen Abend und wurde in einer Partie, die für die Rheinhessen einem Trainingsspiel unter Wettkampfbedingungen glich, fast nur durch Rückgaben seiner Mitspieler beschäftigt.

«Es läuft optimal für uns», freute sich 05-Manager Christian Heidel schon zur Pause. Auch finanziell lohnte sich der Umzug für die Mainzer, die im heimischen Bruchweg-Stadion nur 10 000 Zuschauer hätten unterbringen können. Der Einbahnstraßen-Fußball auf das Tor der Gäste setzte sich im zweiten Durchgang fort und wurde trotz einiger Konzentrationsschwächen auch mit weiteren Treffern belohnt. Nach einer Freistoß-Flanke von Christof Babatz war Abwehrchef Noveski mit dem Kopf zum 3:0 erfolgreich. Neun Minuten später nutzte abermals Auer die Verwirrung in der Abwehr der Armenier zu seinem zweiten Tor und versetzte die mitgereiste Anhängerschaft endgültig in Euphorie.

dpa

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