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UI-Cup-Lustfaktor beim HSV steigt

Hamburg - Der Hamburger SV findet allmählich Gefallen am ungeliebten UI-Cup. Nach dem 1:0 (0:0) beim portugiesischen Vertreter Uniao Leiria im Hinspiel der dritten Runde rechnen die Hanseaten fest mit dem Einzug ins Halbfinale des Strohhalmcups.

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Dort werden sie es entweder mit Borussia Dortmund oder Sigma Olmütz (Hinspiel 1:1) zu tun haben. Dass jedoch kaum jemand in der mittelportugiesischen Provinzhauptstadt den Bundesliga-Dino sehen wollte, wunderte die Kicker um Kapitän Daniel van Buyten allerdings schon. Lediglich 1000 Zuschauer hatten sich in das 29 400 Plätze bietende Estadio Municipal Dr. Magalhaes Pessoa verirrt.

Uniao de Leiria - Hamburger SV

Emile Mpenza (r) vom HSV kämpft mit Joao Paulo von Uniao de Leiria um den Ball.

Gleichwohl trotzen die Hamburger ihren schweren Gliedern, die sie sich im Trainingslager im österreichischen Going geholt hatten. Noch lief nicht alles rund, doch Trainer Thomas Doll freute sich über zahlreiche gelungene Kombinationen, von denen Piotr Trochowski eine zum Siegtor (57.) nutzte. «Schön, dass die Jungs trotz der harten Einheiten in Going alles aus sich herausgeholt haben», sagte Doll. «Jetzt können wir mit einem guten Gefühl zurück ins Trainingslager reisen.»

Vom Reisen haben die HSV-Profis allerdings die Nase voll. Zuerst nach Skopje in Mazedonien, wo sie ihr UI-Cup- Spiel mit 4:1 bei Pobeda Prilep gewannen, dann von Salzburg über Lissabon nach Leiria und in aller Herrgottsfrühe retour, um ein Testspiel in Fischbachau bei München gegen den oberbayerischen Neuntligisten SC Wörnsmühl zu bestreiten. Anschließend geht es wieder nach Österreich zum Training. «Das ist schon eine echte Ochsentour. Aber da müssen wir nun mal durch», meinte Doll.

Die Premiere von Thimothee Atouba im HSV-Dress verlief erwartungsgemäß durchwachsen. Der 23 Jahre alte Kameruner, der wenige Tage zuvor von Tottenham Hotspur verpflichtet worden war, hatte zuvor lediglich einmal mit der Mannschaft trainiert und kannte noch nicht einmal die Namen seiner Nebenleute. «Er hat seine Sache ordentlich gemacht», urteilte Doll.

Auch der als Regisseur geholte niederländische Nationalspieler Rafael van der Vaart hielt sich zurück. «So langsam merke ich, dass die Kraft wieder zurückkommt», meinte der 5,5 Millionen Euro teure Neuzugang von Ajax Amsterdam. «So eine harte Vorbereitung habe ich noch nie mitgemacht», sagte der Mittelfeldspieler.

dpa

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