Samstag, 23. Februar 2008 / 18:11 Uhr
Wolfsburg - Die Erfolgsserie des VfL Wolfsburg ist gerissen. Nach vier Siegen in Serie kam die Mannschaft von Trainer Felix Magath vor 23 659 Zuschauern gegen Hertha BSC über ein 0:0 nicht hinaus, behauptete aber als Neunter den Platz in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga.
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«Die Mannschaft war zu verkrampft und hat zu viel durch die Mitte versucht. Am Ende können wir uns bei Diego Benaglio bedanken, der in der zweiten Halbzeit einige Berliner Großchancen zunichte gemacht hat», sagte Magath nach der nur zum Teil gelungenen Generalprobe für das Pokal-Viertelfinale gegen den Hamburger SV.
Berlin wahrte mit dem verdienten Punktgewinn den Abstand zur gefährdeten Zone. «Wir können mit dem Punkt zufrieden sein, auch wenn mit etwas Glück auch ein Sieg drin gewesen wäre», sagte Hertha-Kapitän Arne Friedrich nach dem dritten Spiel ohne Niederlage in Folge.
In einer unterhaltsamen Partie waren die in Bestbesetzung angetretenen Hausherren bei frühlingshaften Bedingungen sofort auf Betriebstemperatur. Schon nach sieben Minuten hatten die VfL-Anhänger den Torschrei auf den Lippen, aber Herthas Schlussmann Jaroslav Drobny lenkte einen platzierten 20-Meter-Schuss von Christian Gentner noch um den rechten Pfosten. Nur zwei Minuten später hätte Abwehrspieler Alexander Madlung die Führung erzielen können, aber sein Kopfball ging knapp über das Gästetor hinweg.
Die beste Möglichkeit vergab der von einem Kreuzbandriss genesene Ricardo Costa nach einer halben Stunde, als sein Kopfball nach einer Marcelinho-Ecke an den linken Pfosten klatschte. Drobny und die unter Druck stehende Hertha-Abwehr wären machtlos gewesen.
Zu diesem Zeitpunkt hätten die Wolfsburger aber durchaus auch in Rückstand liegen können. Die Berliner igelten sich nicht ein und sorgten mit schnellen Kontern einige Male für Gefahr vor dem Tor der Gastgeber. Torhüter Diego Benaglio war aber erneut ein sicherer Rückhalt. Zunächst parierte der Schweizer Nationalkeeper einen harten Direktschuss von Rudolf Skacel im Nachfassen (20.). Dann hielt Benaglio einen Schuss von Gojko Kacar, der nach einem Freistoß völlig frei vor ihm aufgetaucht war (33.).
Berlin legte nach dem Wiederanpfiff nach und war dem ersten Tor näher als der VfL. Aber Benaglio war nicht zu überwinden: nicht von Raffael (52.), nicht von Marco Pantelic (64./82.) und auch nicht vom eingewechselten Solomon Okoronkwo (87.). So blieb die Partie bis zum letzten Ballwechsel spannend. Am Ende durften die Wolfsburger so noch froh sein, nicht zum ersten Mal in diesem Jahr verloren zu haben.
dpa
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