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Bielefeld-Krise immer größer - MSV hofft nach 2:0

Bielefeld - Arminia Bielefeld gerät immer tiefer in den Abstiegssog, der MSV Duisburg dagegen schöpft wieder Hoffnung.

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In der wegweisenden Partie zwischen dem 15. und 18. der Fußball-Bundesliga gelang Aufsteiger Duisburg vor 19 200 Zuschauern mit dem 2:0 (1:0) bei den Ostwestfalen der erste dreifache Punktgewinn seit dem 1:0 am 2. Dezember gegen den 1. FC Nürnberg. Nach Treffern von Silvio Schröter (8. Minute) und Manasse Ishiaku (48.) zogen die «Zebras» mit 17 Zählern zumindest für einen Tag an Cottbus und Nürnberg vorbei auf Platz 16.

Arminia Bielefeld - MSV Duisburg

Foto: dpa Bild vergrößern

Der Bielefelder Artur Wichniarek (r) wird vom Duisburger Mihai Tararache angegriffen.

Für die Mannschaft des neuen Bielefelder Trainers Michael Frontzeck sieht es extrem düster aus: Nach der fünften Pflichtspiel-Niederlage nacheinander wird die Situation bei lediglich einem Zähler Vorsprung auf den MSV immer bedrohlicher. Der letzte Erstliga- Heimsieg gegen Duisburg liegt nun schon fast 26 Jahre zurück.

Frontzeck und die Bielefelder Verantwortlichen waren nach teilweise heftigen Protesten der eigenen Fans teilweise konsterniert. «Ich habe absolutes Verständnis dafür. Nach der vierten Niederlage sind Unmutsäußerungen normal», kommentierte der neue Arminia-Trainer die gegen ihn selbst und Sportdirektor Reinhard Saftig gerichteten Schmäh-Rufe. Saftig dokumentierte ein Fortsetzen der kurzen Zusammenarbeit mit dem 43-jährigen Frontzeck: «Ein ganz klares Ja», sagte der Bielefelder Manager. MSV-Trainer Rudi Bommer war erleichtert: «Wir leben noch», sagte der Duisburger Cheftrainer nach dem so wichtigen dritten Auswärtserfolg dieser Spielzeit.

Frontzeck konnte gegen die vor allem defensiv stark ersatzgeschwächten Gäste wieder auf die zuletzt gesperrten Routiniers Rüdiger Kauf und Jörg Böhme zurückgreifen. Bommer nominierte im Vergleich zum 2:3 vor einer Woche gegen den deutschen Meister VfB Stuttgart gleich fünf Neue für die Startformation, darunter auch Winter-Neuzugang Schröter, dem schon in der Anfangsphase sein erster Treffer im MSV-Trikot gelang.

Bielefeld wirkte völlig verunsichert und konzeptlos, doch Artur Wichniarek (22./31.) und Jonas Kamper (25.) hatten dennoch gute Möglichkeiten. Gefährlicher indes war der MSV: Mihai Tararaches Distanzschuss musste Mathias Hain aus dem Torwinkel holen (38.) und kurz vor dem Halbzeitpfiff lenkte der Arminia-Schlussmann den Ball nach einem Fernversuch von Ishiaku an die Querlatte und zur Ecke.

Nur drei Minuten nach dem Wechsel erhöhte Ishiaku nach Vorlage von Christian Tiffert mit seinem siebten Saisontreffer auf 2:0. Wenige Sekunden davor hatte Wichniarek aus kurzer Entfernung den möglichen Ausgleich vergeben. Ishiaku scheiterte für die stets gefährlichen Gäste in der 68. Minute an dem glänzend reagierenden Hain. Die von Bielefeld erwartete Schlussoffensive blieb erfolglos, am Ende stand die fünfte Heimniederlage dieser Spielzeit.

dpa

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