Samstag, 23. Februar 2008 / 19:08 Uhr
Leverkusen - 44 Stunden nach der UEFA-Cup-Gala gegen Galatasaray Istanbul hat Bayer 04 Leverkusen mit einer Energieleistung im Spitzenspiel den FC Schalke 04 mit 1:0 (0:0) niedergerungen.
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Vor 22 500 Zuschauern in der ausverkauften BayArena sorgte Innenverteidiger Manuel Friedrich mit einem Traumtor (85.) für das Erfolgserlebnis. Die Leverkusener blieben damit auch im vierten Rückrunden-Spiel der Fußball-Bundesliga unbesiegt und kletterten für mindestens 24 Stunden auf den dritten Tabellenrang. In der Nachspielzeit verlor Schalke auch noch Jermaine Jones durch eine Gelb-Rote Karte.
«Ich bin beeindruckt von meiner Mannschaft, sie hat sich die drei Punkte mit Haut und Haaren verdient», sagte Bayer-Chefcoach Michael Skibbe nach dem Kraftakt mit glücklichem Ende. Enttäuscht war hingegen Schalke-Trainer Mirko Slomka: «Das ist bitter für meine Mannschaft. Dieses Tor hat meine Defensive nicht verdient.»
Der Zweikampf der besten beiden deutschen Nachwuchs-Keeper war bereits vor dem Anpfiff ausgefallen. Bayer-Torhüter René Adler musste wegen einer Adduktorenverletzung passen und konnte nicht zum direkten Vergleich mit Schalkes Schlussmann Manuel Neuer antreten. Für Adler stand wie bereits gegen Istanbul Benedikt Fernandez zwischen den Pfosten. Bei den Gästen standen Christian Pander (Trauerfall), Zlatan Bajramovic (Zehenverletzung) und Carlos Grossmüller (Rot-Sperre) nicht zur Verfügung. Ohnehin vertraute Schalkes Chefcoach Slomka der Elf, die in der Champions League gegen den FC Porto (1:0) erfolgreich war.
Obwohl die «Königsblauen» zwei Tage mehr Zeit zur Regeneration hatten, konnten sie die müden Platzherren in der ersten Halbzeit nur selten entscheidend in Bedrängnis bringen. Ernsthafte Torchancen erspielten sich die Schalker kaum. Vielmehr lieferten sie sich mit den Leverkusenern viele verbissene Duelle im Mittelfeld.
Die Werkself konnte erwartungsgemäß nicht an die großartige Leistung vom Galatasaray-Spiel anknüpfen. Bei Spielern wie Sergej Barbarez, Simon Rolfes oder Tranquillo Barnetta war der Akku ziemlich leer, fehlte die geistige Frische. Allerdings hatte Bayer in der ersten Hälfte zumindest zwei Tormöglichkeiten: Nach einem Volleyschuss von Schneider (10.) aus 14 Metern konnte Neuer den Ball nicht festhalten, doch Barbarez kam nicht mehr rechtzeitig an den Ball. In der 34. Minute war Stefan Kießling plötzlich frei, als ein Aufpraller über die Schalker Abwehrspieler sprang, doch der Leverkusener Stürmer konnte den Ball nicht unter Kontrolle bringen.
Im zweiten Durchgang konnten die Leverkusener doch noch ihre Kräfte mobilisieren, ohne zunächst aber ihre Chancen nutzen zu können. In der 59. Minute verfehlte ein Schuss des überragenden Verteidigers Gonzalo Castro nur knapp das gegnerische Tor und in der 76. Minute verhinderte Neuer mit einer guten Parade den Rückstand nach einem Kießling-Schuss. Für die Entscheidung sorgte dann fünf Minuten vor Spielende Friedrich mit einem Schuss aus 30 Metern Entfernung ins obere linke Toreck.
dpa
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