Samstag, 1. März 2008 / 18:04 Uhr
Bremen - Erster Sieg im dritten Anlauf: Werder Bremen hat das Heimspiel gegen Borussia Dortmund mit 2:0 (1:0) gewonnen.
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Nach den Niederlagen im Hinspiel und in der Pokalpartie im Januar setzte sich der Zweite der Fußball-Bundesliga vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion durch Tore von Markus Rosenberg (44./ 63.) verdient durch und wahrte seine Chancen im Kampf um die deutsche Meisterschaft. Dortmund muss im nächsten Spiel gegen Hertha BSC auf Robert Kovac verzichten, der die fünfte Gelbe Karte kassierte.
«Das war klares Abseits», schimpfte BVB-Trainer Thomas Doll über die Pausenführung der Bremer: «Danach war es natürlich ein ganz anderes Spiel. Wir haben nur noch reagiert.» In der Tat baute sein Team nach dem Wechsel ab, während Bremen besser wurde. «Das war ein ganz wichtiger Sieg in dieser Phase der Meisterschaft», sagte Doppel- Torschütze Rosenberg.
Die Bremer, die in der vergangenen Saison das Heimspiel gegen Dortmund 1:3 verloren hatten, verdienten sich die drei Punkte durch eine engagierte und läuferisch starke Vorstellung. Mit dem erneut umgebauten Mittelfeld unterliefen dem Gastgeber am Anfang viele Abspielfehler, das Passspiel lief in der ersten Halbzeit nur selten wie gewohnt. Mit zunehmender Spielzeit beherrschten die Bremer aber die Gäste, die sich nur ganz selten in Szene setzen konnten.
Ohne den gesperrten Diego und ohne die erkrankten Tim Borowski und Frank Baumann musste Thomas Schaaf improvisieren und zusehen, wie Mesut Özil auf der Diego-Position hinter den Spitzen wenig Impulse geben konnte. Dem in der Winterpause von Schalke 04 gekommenen U21- Nationalspieler fehlte das Durchsetzungsvermögen.
Der Werder-Sturm, der dieses Mal mit Ivan Klasnic und Rosenberg begann, erhielt erst spät genaue Anspiele. Die meisten gefährlichen Szenen entstanden über die rechte Seite, wo Clemens Fritz im Mittelfeld begann und schon in der ersten Halbzeit für Patrick Owomoyela in die Abwehr rücken musste.
Die Dortmunder, bei denen Philipp Degen, Florian Kringe und Markus Brzenska sowie Dede (Sperre) fehlten, spielten nur zu Beginn forsch mit und enttäuschten im Aufbauspiel. Torwart Marc Ziegler musste mehrfach eingreifen, um einen frühen Rückstand zu verhindern.
Chancenlos war Ziegler indes bei den Werder-Toren. Rosenberg erzielte die Führung nach einem Pass des eingewechselten Aaron Hunt, indem er sich geschickt um Antonio Rukavina drehte und mit einem schönen Hackentrick traf - allerdings aus Abseitsposition. Bei seinem zweiten Treffer dribbelte der Schwede nach einem Pass von Hunt drei Dortmunder aus und traf von der Strafraumgrenze aus.
Der BVB kam nach dem Wechsel bei einem Freistoß von Petric (49.), der an der Latte landete, zu seiner zweiten guten Chance. Allerdings hatte Dortmund wenig vom Spiel. «Wir hatten die zweite Halbzeit komplett im Griff», kommentierte Werders Nationalspieler Per Mertesacker.
dpa
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