Samstag, 1. März 2008 / 18:46 Uhr
Hannover - Der 1. FC Nürnberg versinkt immer mehr im Abstiegssumpf der Fußball-Bundesliga. Auch im Auswärtsspiel bei Hannover 96 kassierte der DFB-Pokalsieger mit 1:2 (0:1) eine bittere Niederlage und wartet weiterhin auf den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Thomas von Heesen.
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Dagegen freuten sich die zuletzt formschwachen Niedersachsen nach zuletzt fünf erfolglosen Spielen über den ersten «Dreier» im Jahr 2008. «Wir haben verdient gewonnen», sagte 96-Trainer Dieter Hecking. Der Niederländer Arnold Bruggink (29.) mit seinem ersten Saisontor und der Ungar Szabolcz Huszti (66.) mit seinem achten Treffer waren vor 31 282 Zuschauer für Hannover 96 erfolgreich. Der eingewechselte Zvjezdan Misimovic (52.) schaffte für die schwachen Nürnberger in einer Partie auf äußerst mäßigem Niveau den zwischenzeitlichen Ausgleich. Die Franken sind nunmehr seit sechs Partien erfolglos.
«In der ersten Halbzeit waren wir viel zu brav. Nach dem 1:1 hatten wir 96 im Griff, haben dann aber ein dummes Tor gefangen», sagte von Heesen. Der Club-Coach, der erneut den umstrittenen Schlussmann Jaromir Blazek aufgestellt hatte, heizte nach dem Spiel die Torwart-Diskussion neu an. «Ich habe mir die Szene vor dem ersten Gegentor im Fernsehen angesehen. Ich denke, man kann den Ball auch fangen.» Vor dem Bruggink-Tor hatte Blazek eine Flanke zur Mitte gefaustet.
Das mehrtägige Trainingslager der Nürnberger in Westfalen zeigte keine Wirkung. Ohne Mut und ohne Mumm agierten die Gäste. In der ersten Hälfte konnten sie sich keine ernsthafte Chance erarbeiten. Allerdings hatte Hannover 96 Glück, dass Schiedsrichter Michael Kempter (Sauldorf) bei einem Zweikampf zwischen Valerien Ismael und Club-Stürmer Angelos Charisteas nicht auf Elfmeter wegen Sperrens entschied. «Beide Mannschaften spielen das gleiche System. Deshalb gab es kein schönes Spiel», erklärte 96-Profi Steven Cherundolo.
Auch die Niedersachsen verbreiteten keinen spielerischen Glanz. 96-Trainer Hecking musste seine Elf auf mehreren Positionen verändern. Zudem war nach fünf sieglosen Spielen die Unsicherheit groß. Im Angriff wirkten die Gastgeber aber entschlossener als die harmlosen Nürnberger. Der agile Torjäger Mike Hanke traf nach 15 Minuten mit einem Kopfball die Latte, und die zweite 96-Chance führte gleich zum 1:0.
Mit der Einwechslung von Misimovic und Robert Vittek wurde das Nürnberger Offensivspiel nach der Pause etwas lebendiger. Die Freude über den Ausgleich des Bosniers, der von Jan Koller gut in Szene gesetzt wurde, währte aber nicht lange. Der Ungar Huszti hatte keine Mühe, nach Vorarbeit von Hanno Balitsch und Benjamin Lauth aus kurzer Distanz das 96-Siegtor zu erzielen. «So langsam müssen wir anfangen zu punkten», sagte der enttäuschte Nürnberger Torschütze Misimovic.
dpa
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