Samstag, 8. März 2008 / 18:50 Uhr
München - Der FC Bayern München hat mit dem 150. Bundesligasieg unter Trainer Ottmar Hitzfeld einen großen Schritt zum 21. Meistertitel gemacht. Der deutsche Fußball-Rekordchampion besiegte den Karlsruher SC verdient mit 2:0 (1:0).
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Die Münchner bauten damit ihren Vorsprung auf Verfolger Werder Bremen auf sieben Punkte aus. «Das ist eine vernünftige Distanz auf Platz zwei», frohlockte Manager Uli Hoeneß. Auch Hitzfeld sprach von einem «gelungenen Nachmittag» und übermittelte eine Dank-Botschaft an den deutschen Meister VfB Stuttgart, der gegen Bayern-Jäger Bremen hoch mit 6:3 gewann: «Die Entwicklung in Stuttgart haben wir mit einem strahlenden Lächeln verfolgt», gestand der Bayern-Coach.
Weltmeister Luca Toni brachte den Tabellenführer vor 69 000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena mit seinem 14. Saisontor in Führung (41. Minute). Ein grandioses Solo krönte Franck Ribéry mit dem entscheidenden 2:0 (64.). «Ribéry war überall, Glückwunsch zu diesem Spieler», bemerkte KSC-Abwehrspieler Maik Franz. Die munter mitspielenden Karlsruher erlitten mit der 7. Saison-Niederlage einen Rückschlag im Kampf um einen UEFA-Pokal- Platz. «Unser Offensivspiel war sehr dünn. Wir konnten die Bayern in keiner Phase gefährden», erklärte ein enttäuschter Trainer Edmund Becker.
In seinem 242. Liga-Spiel auf der Bayern-Bank hatte Hitzfeld einmal mehr mächtig rotiert - sein Jubiläums-Erfolg als oach des Rekordmeisters war der Lohn. Gleich auf sechs Positionen veränderte der 59-Jährige die Startformation im Vergleich zur 5:0-Torgala nur 43 Stunden zuvor im UEFA-Pokal-Achtelfinale beim RSC Anderlecht; der in Brüssel noch treffende Nationalspieler Lukas Podolski gehörte nicht einmal zum Kader. Dafür kehrte Kapitän Oliver Kahn wieder ins Tor zurück und durfte sich im letzten Duell mit seinem Stammverein über sein 203. Ligaspiel ohne Gegentreffer freuen. «Wir halten uns momentan konstant auf dem Niveau», frohlockte Kahn. Trotzdem sei noch «keine Vorentscheidung» im Titelkampf gefallen, betonte der Torwart.
Trotz der vielen frischen Kräfte kamen die Bayern nicht so richtig auf Touren. «Es war souverän, aber nicht brillant», meinte Hoeneß. Zur Führung langte es noch kurz vor der Pause, weil Toni ein Pracht- Tor gelang. Einen Pass von Christian Lell nahm der Italiener mit dem Rücken zum Tor an, versetzte Gegenspieler Franz und schoss unhaltbar für KSC-Torwart Markus Miller ins lange Eck ein. «Luca ist bekannt für spezielle Tore», kommentierte Hitzfeld die Klasseaktion. Vor dem 1:0 hatte der starke Miller gegen Miroslav Klose (25.) und bei einem direkten Freistoß von Ribéry (35.) zwei Mal großartig reagiert.
Dem KSC, der in der Abwehr den gesperrten Kapitän Mario Eggimann und im defensiven Mittelfeld den verletzten Godfried Aduobe ersetzen musste, fehlte es in der Offensive an Durchschlagskraft. Kahn wurde kaum geprüft. Und spätestens nach Ribérys Solo-Gala gegen fünf KSC-Spieler, die er mit dem Torschuss durch die Beine von Martin Stoll krönte, ging es nur noch um die Höhe des Bayern-Sieges. Torchancen erarbeiteten sich die Münchner weiterhin, etwa durch den glücklosen Klose, der auch eine gute Kopfballchance ausließ (79.).
dpa
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